Der Weg ins Glück ist verborgen im Herzen



Donnerstag, 22. September 2016

In der Schule der Vögel von Medjugorje
Von Franziskus von Ritter-Groenesteyn
Es war der der fünfte Tag meiner Pilgerreise und es war am Abend des vierten Tages unseres Hierseins in Medjugorje. Es war um die Zeit des Abendgebets. Von diesem Ort im Herzen der Herzegowina sagt man ja, er sei eine Schule des Gebets. Und in der Tat lernt der Mensch dort in der Schule der Gospa im scheinbar monotonen Rhythmus slawischer Klänge „stravo mario milosti puna“[i] Handys beiseite zu legen, Sorgen abzulegen, zur Ruhe zu kommen, „ti medschu schenema“. Die wie wild in unserer Gedankenwelt herum hummelnden Wespen kommen zur Ruhe.

Drei Stunden und das jeden Abend. Mein ganzes Sein bäumt sich dagegen auf. Wort für Wort sickert die verabreichte Medizin in das Herz und schmeckt zunächst nur bitter. Doch Wort für Wort nimmt das Herz das darin verborgene Licht in sich auf. Die Dunkelheit muss weichen. Drei Stunden Gebet sind für einen hektischen Stadtmenschen in erster Linie drei Stunden sitzen und jeden einzelnen Muskel und Knochen spüren. Hart aber herzlich. Drei Stunden bedeutet: Litaneien, zwei Rosenkränze, eine Heilige Messe, noch ein Rosenkranz und dann noch ein Heilungsgebet bis das Licht der Sonne dem Glanz erster Sterne weicht.



Eine lange Zeit. Eine Zeit des Herumschauens, des Beobachtens. Das Gebet schärft den Blick. Das Gebet ist eine Brücke zu Gott. Es ist eine Schallbrücke: Über sie können wir das leise, sanfte Säuseln seiner Stimme im Rauschen der Blätter hören, im Zwitschern der Vögel über uns. Das Gebet ist eine Brille: Durch sie können wir das Wirken Gottes erahnen. Wir sehen es in den Wolken über uns. Wir sehen es im Vorbeiflug der Vögel. Und ja, so führt mich das „sweta mario maiko boscha“ in die Schule der Vögel von Medjugorje.

Man sagt ja, durch das Gebet lasse sich alles erreichen, Kriege verhindern, das Dunkle vertreiben. Und genau dies wollen mir die Vögel über mir, über meinem Kopf an diesem heißen Sommerabend sagen. Es ist eine Choreographie von himmlischer Hand inszeniert, um mich zu lehren und jeden, der darauf achtet.

Drei Mal habe ich nun bereits diesen Abend erlebt. Und eines fiel mir schon am ersten Abend auf: ein Flug der Vögel von Ost nach West in halsbrecherischer Jagd über unsere betenden Köpfe hinweg. Abend für Abend versammelt sich so eine lustig zwitschernde Schar tausender von Spatzen in den drei westwärts gerichteten Laubbäumen des großen Gebetsplatzes, und es scheint, als wollten sie so, auf ihre Weise, in das Abendlob der Menschen miteinstimmen.

Nur, dieser Abend war anders. Dunkle, schwarzgefiederte Krähen umkreisten die beiden Kirchtürme des Ortes. Völlig unbekümmert, ja fast frech dreist, saßen sie auf den beiden Turmkreuzen. Je zwei auf dem Querbalken und je eine auf der Spitze des Längsbalkens. 

Unwillkürlich musste ich an die Taubenjagd vor zwei Jahren auf dem Petersplatz denken. Eine weiße Taube, im Januar 2014 als Symbol des Friedens von Papst Franziskus freigelassen, wurde von einer Möwe und einer Krähe attackiert und entkam nur knapp ihrem Schicksal. Jetzt hier an der Stätte immerwährenden Friedensgebets sitzen Krähen zu Scharen auf dem Symbol unserer Kirchengemeinschaft. Es wirkt bedrohlich. 

Doch dann zieht das Heer der Spatzen ein. In immer neuen Schwärmen sausen sie über unsere Köpfe in halsbrecherischem Tempo hinweg. Zuvor sammeln sie sich in drei Nadelbäumen im Osten. Für mich das Symbol der Dreifaltigkeit. Sind diese Bäume doch unmittelbar hinter der Anbetungskapelle gepflanzt worden und sind die Kronen ineinander verwachsen mit der mittleren als der höchsten. 



Dort sammeln sich die Heeresabteilungen der kleinen, gefiederten Kämpfer und fliegen dann gemeinsam über das Heer der Beter unter ihnen hinweg, hinein in die Bäume im Westen. 



Dort vereint sich ihr Gesang mit dem Gezwitscher ihrer Artgenossen und die Krähen, oh Wunder, ziehen ab.



Doch damit nicht genug, zwei Tauben fliegen ein. Symbol des Heiligen Geistes. Zwei Turteltauben, denn sie sind ganz offensichtlich verliebt. Es ist wie ein Kuss der Liebe unseres Schöpfers. Sie setzen auf ein anderes Kreuz. Es liegt tiefer. Es ist der krönende Abschluss, die Spitze des Zeltdaches, das den Altar darunter sicher beschirmt. Sie sitzen also an jenem Ort, wo Abend für Abend das Abendlob der Menschen erklingt. Und dort bleiben sie, bleiben bis zur Mitte der Predigt. Erst dann fliegen sie davon.



Doch was machen die Spatzen? Sie senden Boten aus, die die noch fehlenden Artgenossen zu holen. Derweil zwitschert und zwatschert es im Takt des Rosenkranzes „Salaam mumalaiki Marijam, der Herr sei mit dir.“
Ab und an verlässt die Taube zur Linken ihren Kreuzesplatz und zieht eine Schleife über die Beichtstühle. Eine Aufforderung? Sie kehrt auf das Kreuz zurück.

Dann, zu Beginn des vierten Gesätzes des zweiten Rosenkranzes, die Kreuztragung Christi, kehren die Krähen zurück, erobern erneut die Kirchturmkreuze. Sie verharren dort bis zum Ende des fünften Gesätzes, Christus wird gekreuzigt. Das Heer der Spatzen setzt zum Crescendo an, vereinigt sich mit den Glockenklängen zu Beginn der Heiligen Messe. Und so werden die Krähen endgültig vertrieben. Die beiden Kreuze sind wieder frei und bleiben es auch bis sich dort zwei Wächter niederlassen: Es sind zwei Turmfalken. Wie die Wächter auf den Zinnen der Stadtmauer von Jerusalem halten sie von dort Ausschau nach dem Feind. Die Stadt zu ihren Füßen kann derweil im Frieden ruhen.



Und dann kurz vor der Wandlung, kurz vor der Vergegenwärtigung des Allerheiligsten verstummen die Spatzen in stiller Ehrfurcht vor der Größe ihres Schöpfers und ich in Ehrfurcht vor ihrer Lehre.
„Preist den Herrn all ihr Vögel am Himmel; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit“ Dan 3,80. Es war der Vorabend des vierten auf den fünften Tag, da erschuf Gott die Vögel des Himmels. Gen 1, 20.



[i] Wie gehört, nicht wie geschrieben

Dienstag, 6. September 2016

Mary’s Land – ein Film erobert die Welt

In aller Stille erobert derzeit ein Film die Herzen seines Publikums. „Die Leute kommen weinend aus dem Kino“, sagt sichtlich bewegt von der mächtigen Reaktion auf sein Werk, der spanische Regisseur und Produzent Juan Manuel Cotelo.
Was ist das Geheimnis von „Mary’s Land“? Der Film ist kein Blockbuster und doch lief er bereits in 25 Ländern und setzt seinen Siegeszug Herz um Herz unaufhaltsam fort. Allein in Rom standen 600 Menschen vor dem Cinema Adriano und warteten vergebens auf Einlass: Wegen Überfüllung geschlossen.
Ihnen blieb die Zeit das Filmplakat zu studieren: Eine junge Frau umarmt die Welt in einer Weise als sei sie mit ihr schwanger, umfängt sie mütterlich, warmherzig mit einem Blick voller Güte.
Es ist ein Film ohne Staraufgebot. Keine Meryl Streep, kein George Clooney ködern den Mainstream. Doch halt! Ihre Körper sind nicht da, ja, wohl aber ihre Stimmen. Genauer ihre Synchronstimmen. Ist es das, was das Publikum unterschwellig erkennt?
Ist es die Musik? Ja, sie erinnert an den großartigen Film „Gladiator“. Und ja, mache Szenen sind durchaus martialisch. Doch reicht das für diesen Erfolg?
Was fasziniert Menschen an einem Film, der keinen richtigen Plot hat? Nur einige wenige optische Effekte, die sich um einen Baum der Erkenntnis ranken? Wie erfahren Menschen von einem Film, der von den Mainstream Medien schlicht übersehen wird? Ist das die Antwort: „Sie operieren überall, auf allen fünf Kontinenten!“?
Warum tun sich Filmkritiker so schwer den Film einzuordnen? Ist er nun ein Liebesfilm oder doch ein Horrorschocker? Ist er Dokumentation oder Drama? Oder gar eine Komödie? Welcher Kategorie gehört er nur an? Cotelo lacht darüber. Er wundert sich nur, warum noch keiner auf die Idee gekommen ist, seinen Film einfach einmal nach seiner Wirkung zu beurteilen. Und diese Wirkung hat es in sich! Das Herz wird im Innersten erschüttert, mit phänomenalen Folgen des Wohlbefindens.
Alexandra, die diesen Film nun schon über zum 10mal gesehen hat, beschreibt es so: „Obwohl ich den Film jetzt schon so oft gesehen habe, entdecke ich immer wieder etwas Neues, was mich berührt.“ Soviel steht fest: Was es ist, das einem ins Herzen spricht, ist für jeden etwas anderes. Vielleicht war es dies: „Ich hörte wie sie sagte: Sohn ist es nicht genug, willst du nicht nach Haus kommen?“
Was ist es für die Hauptfigur des Films, den Teufelsadvokaten?
Cotelo hat den Mut und spielt in selber, den advocatus diaboli, eine Mischung aus „James Bond“ und „Schirm, Charme und Melone“. Mut wird belohnt, man bringt ihm im Film ein Lächeln entgegen. Warum nur fürchtet sich niemand vor dieser unheimlichen Gestalt? Und wer ist diese korrekt gekleidete weibliche Person mit Kurzhaarschnitt und strengem, klerikalen Habitus? Der Auftraggeber? Letztlich bleibt er im Nebel des Unausgesprochenen.
Ist es eine Staatsmacht, die eine Revolution von unten fürchtet? „Sie können es als regelrechte Weltrevolution bezeichnen, angezettelt von völlig normalen Durchschnittsmenschen.“ Oder ist es die Kurie, in der schon viele vom Glauben abgefallen sind? Ist es eine Wirtschaftslobby, die um ihre Pfründe bangt? Oder sind es gottgleiche Wissenschaftler, denen ein personaler Schöpfer ein Ärgernis ihres überzüchteten Egos ist? „Wenn das wahr wäre“, sagt die Dame mit dem streng klerikalen Habitus, „das wäre ungeheuerlich, dann…“. Der Gedanke, die Konsequenz, sie bleibt im Unfassbaren unausgesprochen, denn sie ist für jeden eine andere!
Cotelo alias Anwalt des Teufels macht sich auf die Suche nach Antworten.
Wer steckt hinter dieser Weltrevolution? Es gibt nur vage Hinweise: „ein Vater ein Sohn und ein Bruder. Es gibt auch noch eine Frau. Sie nennen sie Mutter“. Klingt wie Mafia.
Antworten findet der Advokat ausgerechnet bei personae non gratae, in Ungnade gefallenen Menschen. Die Antwort, die sie geben, ist eine Möglichkeit für das eigene Leben, nicht mehr. Doch sie geben unserem Möchtegern James Bond mit seinem Regenschirm aus Abteilung Q eine Anregung „tiefer zu graben“. „Gehen sie weiter, bis ganz nach oben!“ so lautet seine Order. Und diese Dienstanweisung an einen Unterteufel führt ihn an Orte, die er freiwillig nie besucht hätte.
Ausgesetzt im Seelendschungel seines eigenen trostlosen Lebens hört er sagen „wieso tust du mir weh?“ und findet Orte des Lichts in strahlenden Kinderaugen. Sie führen ihn zu noch strahlenderen Augen von Sehern, welche mütterliche Augen der Güte schauen durften. Unausgesprochenes spiegelt sich in ihrem Blick, eingebettet in ein Lichtermeer aus Kerzen und Gebet. Ein Meer das nach Mehr verlangt. Es sind archetypische Bilder der Seele und sie dringen tief, bringen eine Saite in uns zum Klingen, die schon viele von uns vergessen haben. Die Stimme war, so sagen seine Verhörten, „wie eine Liebkosung“.
Unser Advokat im Dienste eines Höheren fühlt sich bei seinen Recherchen zunächst ganz in seinem Element. Ein Massenmörder, ein glamouröses Model, ein perverser Transgender. Doch was verbindet Massenmörder und Model? Warum schauen sie so glücklich, voll inneren Friedens? Was ist so faszinierend an dem von Botox entstellten Gesicht eines Transvestiten? Ist es dieser Blick kurz aufkeimender Hoffnung innigst geliebt zu sein, trotz eines gefangenen Lebens im Schmutz und Morast der Lust? Was klingt an in uns, wenn wir Tränen der Freude im Gesicht des Models sehen? Wenn sie sagt: „Ich weine vor Freude, wenn ich nur daran denke. Denn Gottes Gegenwart, die möchte ich so gerne wieder spüren.“
Ja, der Film ist das geworden, was Cotelos Herz bewegt hatte ihn zu machen: Es ist ein emotionaler Film von der „Sehnsucht Gottes nach seinen Kindern“ und man sollte Taschentücher dabei haben, wenn man in der glücklichen Lage ist, Tickets bekommen zu haben. Denn da der Film vom Mainstream ignoriert wird - schließlich kommt er nicht aus der CGI Schmiede Hollywoods - läuft er gerne in Programmkinos (in Österreich sogar im Cineplexx). Und besonders gerne dann, wenn sich sein potentielles Publikum via Email-Bekundung, online-voting oder einfach per Telefon, bemerkbar macht. Dann läuft der Film dort still aber eindrücklich und vor allem nachhaltig, d.h. bis zu sechs Monate sind dann durchaus drin. Wie etwa in Wien im Cineplexx Village Cinema zur Premiere am 29. Ende September mit Juan Manuel Cotelo?! Lassen wir uns überraschen.

Nun also, was ist es denn jetzt, was den Film so besonders macht? Am Ende kann man es nur herausfinden, wenn man den Film gesehen hat. Doch Vorsicht! Er ist lebensverändernd gut!

Sonntag, 7. August 2016

Am Anfang war ein Gedanke

Am Anfang war ein Gedanke

Am Anfang war ein Gedanke, dieser Gedanke war bei Gott und Gott war in diesem Gedanken. Gott verliebte sich in den Gedanken und wünschte ihn zu sehen. Er gab ihm eine Form und hauchte ihm seinen Geist ein, und der Gedanke kam ins Sein, er wurde lebendig. Dieser Gedanke war...ICH!

Da war dieses Licht, warm und unheimlich zärtlich. Zärtlich, wie beim ersten Mal, das Erste, was ich sah, kurz nach dem ich ins Sein gerufen wurde – von Ihm. Meine erste Geburt, als ich nichts war, als ein Gedanke der Liebe.

Ja, da war es und da wird es wieder sein, dieses warme alles durchdringende Licht, pulsierend und vor Liebe platzend und dann die Stimme: Seine Stimme! Wie Perlen, die über Mahagoni rollen, gleichsam das Licht verstärkend, das von Ihm ausging.

Es war Seine Stimme, sie war so dunkelrund, und ER rief mich bei meinem Namen!
Du bist mein! Ich habe dich geschaffen, weil ich dich liebe! Willst du leben?

Ich sehe Ihn und höre seine Frage, die doch eine Bitte ist, ein Wunsch an mich und mein Ja fliegt ihm zu. Aus der Begeisterung des gerade erst ins Sein gerufenen Gedankens heraus, bin ich so von Ihm fasziniert, von seiner Liebe umfangen, dass ich gar nicht anders kann, als Ja zu sagen. Ein Nein, käme mir gar nicht erst in den Sinn. Er könnte fordern von mir, was Er wollte, es wäre immer ein Ja, was meinen Lippen entflöge.

Das muß an Seiner Natur liegen, eine Natur, die uns ein Ja, entlockt, auch wenn es ein Ja mit Folgen ist,  ja sogar, wie sich später herausstellen wird ein Ja mit großen Folgen sein wird. Aber so, wie sich zwei Magneten unwiderstehlich anziehen, wenn sie mit der richtigen Seite zusammengebracht werden, so entflieht meinem Mund das Ja zu Ihm hin und vereinigt sich mit Seinem Willen. Denn die einzige Sehnsucht meines jungen fleischgewordenen Seins, ist es in seinem Herzen geborgen zu sein, dem Ort, an und in dem sich einst ein Gedanke formte, der Ich war.

SEIN Blick ruhte auf mir und sein Blick war meine Freude.
Noch hatte ich keinen Mund, keine Nase, keine Augen, keine Ohren und auch keinen Finger. Aber ich war auch nicht mehr nur ein Gedanke: Seine Liebe hatte mich verwandelt und der Gedanke der ich war, er wurde Fleisch. Und das war meine erste Geburt.

Zugegeben, sehr wenig Fleisch. Um genau zu sein, beanspruchte die Verwandlung nicht viel mehr Material, als die Größe einer befruchteten Eizelle. Aber darin war ein ganzes Universum verborgen, und das ist ein Geheimnis. Und dieses Geheimnis ist in seine Hand eingeschrieben und trägt meinen Namen.
Ja, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, dein Name ist in meine Hand eingeschrieben, du bist mein.

Wie könnte ER mich je vergessen, wo doch mein Name in seine Hand einschrieben ist!

„Meine große Liebe“, so sprach er zu mir, „ich möchte mit dir einen Bund schließen. Einen Bund der Liebe....“

Sie war so schön, diese Stimme, so dunkelrund schön. Jeremia konnte ihr nicht wiederstehen, ich kann ihr nicht wiederstehen, niemand, der sie hört, kann ihr je wiederstehen. Das Ja entflieht ganz von selbst meinen gedachten Lippen, ohne zutun, einfach Jaaa, nur ein Hauch, kaum hörbar, jaaa, und so erhebend, wohltuend, dunkelrund Ja.

„Du meine große Liebe“, fuhr er fort, „ein Bund der Liebe bedeutet auch Schmerzen.“
Ich kann nicht anders: Jaaa.
„Große Schmerzen, Schmerzen der Trennung.“

Ich möchte nein, sagen, nein keine Trennung. Ich werde sterben, wenn ich das Dunkelrund nicht mehr höre. Aber ich sage jaa, und die Liebe strömt, lichtdurchdrungen, dunkelrund und so zärtlich.

„Du wirst sie nicht mehr hören, diese dunkelrunde Stimme, nicht mehr, bis zu dem Tag, an dem du sie von neuem vernehmen wirst, für immer, für ewig, am Tag deiner dritten Geburt.“

Das Nein, will hoch, das Ja verdrängen, aber dann wäre sie weg diese Stimme, die mich so zärtlich umfängt; so kraftvoll und väterlich und gleichzeitig so zärtlich wie eine Mutter und die mein ganzes Sein drängt, bei Ihm zu sein, nur bei Ihm. Er, der mich geschaffen hat, aus Liebe und ein weiteres Jaaa entflieht meinen Lippen, um bei Ihm zu sein für immer.

„Ich werde dich nicht verlassen, denn du bist eingeschrieben in meine Hand. Selbst, wenn deine Mutter dich vergessen sollte, ich vergesse dich nicht, du bist mein. Ich werde mit dir sprechen, durch Blumen, Bäume, Tiere, besonders durch Fische. Ich werde dich ermahnen und erziehen. Ich werde zu dir sprechen durch deine Eltern, deine Lehrer, deine Geschwister. Ich werde dir raten durch deine Freunde und lenken durch meine Hirten und mein Wort. Sie alle werden für mich sprechen und wenn du genau hinhörst, dann hörst du es, ganz ferne, ganz leise, dieses Dunkelrund, dieses Dunkelrund das dir so gut gefällt. Und du wirst wissen, dass ich bei dir bin, alle Tage deines Lebens. Manchmal werde ich auch zu dir im Traum sprechen, in der Josephssprache, in dunkelrunden Symbolen, um dich zu warnen, wenn du in die Irre gehst, oder Gefahr auf dich zu kommt oder der Menschenfeind dich bedroht. Und du wirst wissen, dass Ich es bin. Ja sogar durch Ereignisse werde ich zu dir sprechen, durch Schicksalsschläge. Du wirst meinen ich werde dich verwerfen, aber in Wirklichkeit, in Meiner Wirklichkeit, ziehe ich dich noch näher an Mein Herz. Und wenn du still wirst und den Frieden annimmst den ich dir sende, dann wirst du sie wieder hören, diese dunkelrunde Stimme, ganz ferne nur, aber deinem Herzen so nah.“

Und dann war sie weg, die Stimme. Für immer, so schien es mir.
„Fürchte dich nicht!“ waren Seine letzten Worte.
Dann war es still und das mütterliche Gluckern wiegte mich sanft in den ersten Schlaf meines jungen Lebens.

Einladung an Dich:

Teile Deine ersten Erinnerungen an Dein Leben mit einem anderen Menschen.

Freitag, 11. September 2015

OFFENER BRIEF, BITTE TEILEN UND WEITERLEITEN!

OFFENER BRIEF, BITTE TEILEN UND WEITERLEITEN!
An alle Hirten christlicher Kirchen und Gemeinden,
Ihr Hirten, wir leben in historischen Zeiten. Unter den Muslimen gibt es derzeit weltweit einen großen geistigen Aufbruch. Auch viele Muslime, die zu uns in den „sicheren“ Hafen Deutschland strömen, sind gegenüber dem Christentum so offen wie nie zuvor. Sie erleben hautnah den Unterschied zwischen christlicher Barmherzigkeit und der Kaltherzigkeit ihrer islamischen Glaubensbrüder.... Während sie in ihrer Heimat mit dem Tode bestraft würden, können sie hierzulande gefahrlos zum Christentum konvertieren. Und sehr viele wollen das und klopfen bereits an die Türen unserer Kirchen und Gemeinden an.
Nutzen wir diese historische Chance, die uns der Himmel schenkt, um dem Christentum in Europa neues Leben einzuhauchen! Eine Frischzellenkur, die wir dringend brauchen!
Was ist zu tun? Hier 11 Vorschläge zur Güte:
1. Anreize schaffen für muslimische Familien und oder, Personen, die sich für das Christentum interessieren, durch Vorträge, Streetwork, workshops, Gottesdienste etc.
2. Am Christentum interessierte Muslime in christliche Familien aufnehmen.
3. Bibeln in den verschiedenen arabischen Sprachen drucken lassen und verteilen.
4. Die Christen unter den Flüchtlingen aktiv in den Evangelisierungsprozess einbinden
5. Das Verfahren für potentielle Konvertiten deutlich vereinfachen und verkürzen
6. Vorträge und Workshops zum Christentum in Erstaufnahmelagern und an anderen Sammelpunkten anbieten
7. Lobpreisabende anbieten
8. Zeugnisse der Bekehrung sammeln und potentiellen Konvertiten vorstellen
9. Arabisch Kurse anbieten für ehrenamtliche Helfer
10. Gottesdienste in der Flüchtlingslandessprache anbieten
11. Ein Netzwerk von Fürbittern einrichten, die rund um die Uhr für diese Menschen beten.
Die Waffe des Christen ist sein Gebet!
Wenn alle kirchlichen und freikirchlichen Einrichtungen für diese Maßnahmen umgehend Gelder und Helfer zur Verfügung stellen, kann die Frischzellenkur gelingen.
Uns allen Gottes Segen für ein gutes Gelingen
Franziskus v. Ritter-Groenesteyn
Autor
München

Dienstag, 24. September 2013

Franziskus von Ritter-Groenesteyn: Warum die Weihe der Welt an das unbefleckte Herz M...

Franziskus von Ritter-Groenesteyn: Warum die Weihe der Welt an das unbefleckte Herz M...: Angesichts der wachsenden Bedrohung in der Welt durch fundamentalistischen Terror, Kriegstreiberei, Gewinnmaximierung, Ausbeutung, Gende...

Warum die Weihe der Welt an das unbefleckte Herz Mariens so wichtig ist


Angesichts der wachsenden Bedrohung in der Welt durch fundamentalistischen Terror, Kriegstreiberei, Gewinnmaximierung, Ausbeutung, Genderisierung durch Lobbyisten etc. setzt Papst Franziskus ein Zeichen der Hoffnung und des Glaubens.
 
Am 13. Oktober 2013 wird Papst Franziskus in Rom die ganze Welt der Muttergottes von Fatima weihen. Wir alle sind dazu aufgerufen im Rosenkranz, daran teilzunehmen.
 
Warum der Papst diesem Akt marianischen Glaubens eine so große Bedeutung bemisst und warum er dafür den 13. Oktober wählt, wird man besser begreifen können, wenn man anhand von sechs Beispielen einmal einen Blick in die Vergangenheit wirft.

Dazu vorab eine kurze Erläuterung, was dem voran gegangen ist.
 
Am 13. Oktober 1917 gab es im kleinen portugiesischen Ort Fatima eine letzte Marienerscheinung. Dieser Tag ist in der Welt berühmt für sein Sonnenwunder. Mehr als 70.000 Menschen waren dafür Zeuge.
 
 
An diesem Tag gab sich Maria als unsere liebe Frau vom Rosenkranz zu erkennen. Zuvor hatte sie in der Septembererscheinung auf die große Bedeutung des täglichen Rosenkranzgebets für das Ende des Krieges hingewiesen und in der Juli Erscheinung den Papst um eine Weihe gebeten.

„Um das zu verhüten (Anm.: Krieg, Leid, Verfolgung), werde ich kommen, um die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen zu fordern. Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren, und es wird Friede sein, wenn nicht, dann wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Verfolgungen der Kirche heraufbeschwören, die Guten werden gemartert werden und der Heilige Vater wird viel zu leiden haben; verschiedene Nationen werden vernichtet werden; am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.“

Und später wird die Seherin Lucia in einem Interview mit Peter Fuentes sagen „Sehen Sie Pater, die Muttergottes hat in diesen letzten Zeiten, in denen wir leben, dem Rosenkranzgebet eine neue Wirksamkeit gegeben….es gibt kein Problem, so schwierig es auch sei, dass wir nicht durch das Gebet des Rosenkranzes lösen können.“
 
Hier nun folgen sechs Beispiele, die das bestätigen:

1.    Beispiel – Portugalweihe
   Am 13. Mai 1931 und 1936 haben die Portugiesen ihr Land der Muttergottes geweiht u.a. verbunden mit der Bitte um Verschonung vor dem in Europa sich ausbreitenden Kommunismus und Kriegsgefahr. In einem Brief an ihren Bischof Mgr. Da Silva, datiert vom 6. Februar 1939 wird Lucia die Kriegsgefahr für Portugal (Hitler plante für den 10. Januar 1941 die Invasion) vorhersagen, aber auch, dass Portugal verschont bliebe. „Das Unbefleckte Herz wird es schützen“.

Tatsächlich blieb Portugal vom Zweiten Weltkrieg verschont.
 
 

2.    Beispiel – Weltweihe (noch ohne Russland)
Zwar hat Papst Pius XII. Russland nicht offiziell Maria geweiht, dafür aber hat er am 31. Oktober 1942 eine Weltweihe vollzogen. Die unmittelbare Folge davon war, dass bereits ein Monat später, am 22. November 1942, durch die Einkesselung der sechsten Armee bei Stalingrad, die Wende des Dritten Reichs eingeleitet wurde. Ab diesem Zeitpunkt gewann die deutsche Armee keine Schlacht mehr. Sie wurde von den Alliierten von allen Seiten eingekreist und besiegt.

Nur drei Jahre nach der Weihe, war das Dritte Reich bereits Geschichte. Der Kommunismus breitete sich jedoch unaufhaltsam aus.
 
Im oberen, inneren Teil der Krone kann man die Kugel erkennen

 
3.    Beispiel – Marienweihe mit Krönung
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sich das kommunistische Gedankengut gefährlich weit in der ganzen Welt ausgebreitet. In Europa, wie auch in Amerika gab es erstarkende kommunistische Bewegungen, die sogar in manchen europäischen Ländern Schlüsselpositionen in den Regierungen inne hatten. Am 13. Mai 1946 ließ Papst Pius XII. die Marienstatue aus Fatima zur „Königin des Friedens“ krönen. (Es war die Krone, in die später Papst Johannes Paul II. die Attentatskugel einbauen ließ.)

Bereits ein Jahr später, 1947, waren die Kommunisten von den Regierungen auf überraschende Weise ausgeschlossen.
 

4.    Beispiel – Deutschlandweihe und Rosenkranz
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg  leugnete Russland die Existenz von deutschen Kriegsgefangenen. Bundeskanzler Adenauer griff darauf zum Rosenkranz („…mit geistigen Waffen…kämpfen…dauernden Frieden erlangen…“; meine Empfehlung an unsere Politiker!)
Und am 4. September 1954 im Vorfeld  schwierigster Verhandlungen mit den Russen vollzog Kardinal Frings beim Fuldaer Katholikentag die Weihe Deutschlands an das Unbefleckte Herz Mariens. In der Weihe wurden u.a. zwei Bitten ausgesprochen. Die Bitte um Heimkehr der Kriegsgefangenen und die Bitte um die  Wiedervereinigung Deutschlands.

Ein Jahr später, am 7. Oktober 1955 (Rosenkranzfest!),  trafen die ersten Kriegsgefangenen wieder in der Heimat ein. 

Dann exakt 40 Jahre nach der Gründung der DDR, am 7. Oktober 1989, fingen die großen Montagsdemonstrationen nach dem Friedensgebet in der Nikolaikirche an. (40 Jahre ist eine biblische Zahl für Zeiten des Exils).
 

5.    Beispiel – Rosenkranz-Feldzug
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg stand Österreich in der Gefahr dasselbe Schicksal, wie das geteilte Deutschland zu erleiden. Die Russen wollten eine Aufteilung des Landes. Daraufhin organisierte Pater Petrus Pavlicek einen landesweiten Rosenkranz-Feldzug mit täglichem Gebet, der mehrere Jahre dauerte.

Schließlich, am 13. Mai 1955 gaben sich die Russen geschlagen und Österreich war wieder frei!
 

6.    Beispiel – Weltsühneweihe an Maria
Am 25. März 1984  stellte Papst Johannes Paul II. erneut die Welt unter den mütterlichen Schutz des Herzens Maria. Wörtlich heißt es im Weihetext „In besonderer Weise überantworten und weihen wir dir jene Menschen und Nationen, die dieser Überantwortung und Weihe besonders bedürfen.“ Damit ist wohl Russland in besonderer Weise mit eingeschlossen, aber nicht explizit erwähnt.

Ausgerechnet am 13. Mai, nur zwei Monate später, flog eines der größten Waffenarsenale der Russen in Severomorsk in die Luft und mit ihm alle Mittelstreckenraketen, die auf Westeuropa gerichtet waren. Erst Jahre später kam ans Licht, dass Russland für 1985 einen atomaren Blitzkrieg bis an die Loire geplant hatte. Doch ohne Raketen verschwanden die Invasionspläne wieder in der Schublade und Perestroika begann! 
Nun hat vor kurzem Papst Franziskus drohende Kriegsgefahr in Syrien, mit einem Weltgebetstag für den Frieden am 7. September 2013 beantwortet. “Möge der Krach der Waffen verstummen.“

Am Montag darauf in London, verplapperte sich US Aussenminister John Kerry, der eigentlich für den Krieg werben wollte, mit einer rhetorischen Floskel (Präsident Baschar al-Assad könne einen Militärschlag der USA noch abwenden, wenn er binnen einer Woche sein gesamtes Chemiewaffen-Arsenal übergebe) und eröffnete ungewollt den Weg für eine friedliche Lösung. Und auch Obama sah sich genötigt, aus dem Medieninterview für den Krieg, eine Option für eine friedliche Lösung zu machen.

Nun haben wir es am 13. Oktober 2013 erneut in der Hand, die Welt durch Maria vor drohenden inneren wie äußeren Gefahren zu retten. Vor Gefahren, von denen wir heute noch nichts wissen, die aber gewiss schon heute präsent und aktiv sind, auch wenn ihr erst später davon erfahren werden.