Der Weg ins Glück ist verborgen im Herzen



Montag, 28. Februar 2022

New York und das Tor zum...

Es war einmal.... vor 6 Jahren...

Drei Tage nach der Bombenexplosion in New York und New Jersey. 2 Nächte nach dem A-bomb sprite (Blitz) auf Puerto Rico und 2 Tage nach Ende des jüdischen Jobeljahres und einen Tag vor dem Friedensgebet in Assisi wird mitten in New York ein Triumphbogen errichtet.

Es ist die Nachbildung des Triumphbogens des Septimius Serverus aus Palmyra. Der Bogen stand am Eingang der Prachtstraße, die zum Baalstempel führte. Septimius Serverus, jener römischen Kaiser, der mit einer Syrierin verheiratet war, Julia Domna, und der den Bogen errichten ließ als Sieg über die Parther. Jenes Volk, das sich eigentlich aus den 10 verlorenen Stämmen Israels zusammensetzt.

Ausgerechnet dieser Bogen wurde am Montag, den 19. 9.2016 im City Hall Park errichtet, und zwar als Zeichen des Trotzes (act of defiance), wie die Vizebürgermeisterin Alicia Glen anläßlich der Enthüllung kundtat. Und der Direktor des Projektes, Roger Michal fügte hinzu: " Alles was groß war an Palmyra ist auch groß an New York City."

Der Bogen bleibt dort eine Woche, bevor er ursprünglich von London kommend, nach Dubai weiterreist.In London gibt es auch eine City Hall, und zwar im
Stadtteil Millwall, wie könnte es anders sein, in der HARBINGER-Road!!!

Donnerstag, 22. September 2016

In der Schule der Vögel von Medjugorje
Von Franziskus von Ritter-Groenesteyn
Es war der der fünfte Tag meiner Pilgerreise und es war am Abend des vierten Tages unseres Hierseins in Medjugorje. Es war um die Zeit des Abendgebets. Von diesem Ort im Herzen der Herzegowina sagt man ja, er sei eine Schule des Gebets. Und in der Tat lernt der Mensch dort in der Schule der Gospa im scheinbar monotonen Rhythmus slawischer Klänge „stravo mario milosti puna“[i] Handys beiseite zu legen, Sorgen abzulegen, zur Ruhe zu kommen, „ti medschu schenema“. Die wie wild in unserer Gedankenwelt herum hummelnden Wespen kommen zur Ruhe.

Drei Stunden und das jeden Abend. Mein ganzes Sein bäumt sich dagegen auf. Wort für Wort sickert die verabreichte Medizin in das Herz und schmeckt zunächst nur bitter. Doch Wort für Wort nimmt das Herz das darin verborgene Licht in sich auf. Die Dunkelheit muss weichen. Drei Stunden Gebet sind für einen hektischen Stadtmenschen in erster Linie drei Stunden sitzen und jeden einzelnen Muskel und Knochen spüren. Hart aber herzlich. Drei Stunden bedeutet: Litaneien, zwei Rosenkränze, eine Heilige Messe, noch ein Rosenkranz und dann noch ein Heilungsgebet bis das Licht der Sonne dem Glanz erster Sterne weicht.



Eine lange Zeit. Eine Zeit des Herumschauens, des Beobachtens. Das Gebet schärft den Blick. Das Gebet ist eine Brücke zu Gott. Es ist eine Schallbrücke: Über sie können wir das leise, sanfte Säuseln seiner Stimme im Rauschen der Blätter hören, im Zwitschern der Vögel über uns. Das Gebet ist eine Brille: Durch sie können wir das Wirken Gottes erahnen. Wir sehen es in den Wolken über uns. Wir sehen es im Vorbeiflug der Vögel. Und ja, so führt mich das „sweta mario maiko boscha“ in die Schule der Vögel von Medjugorje.

Man sagt ja, durch das Gebet lasse sich alles erreichen, Kriege verhindern, das Dunkle vertreiben. Und genau dies wollen mir die Vögel über mir, über meinem Kopf an diesem heißen Sommerabend sagen. Es ist eine Choreographie von himmlischer Hand inszeniert, um mich zu lehren und jeden, der darauf achtet.

Drei Mal habe ich nun bereits diesen Abend erlebt. Und eines fiel mir schon am ersten Abend auf: ein Flug der Vögel von Ost nach West in halsbrecherischer Jagd über unsere betenden Köpfe hinweg. Abend für Abend versammelt sich so eine lustig zwitschernde Schar tausender von Spatzen in den drei westwärts gerichteten Laubbäumen des großen Gebetsplatzes, und es scheint, als wollten sie so, auf ihre Weise, in das Abendlob der Menschen miteinstimmen.

Nur, dieser Abend war anders. Dunkle, schwarzgefiederte Krähen umkreisten die beiden Kirchtürme des Ortes. Völlig unbekümmert, ja fast frech dreist, saßen sie auf den beiden Turmkreuzen. Je zwei auf dem Querbalken und je eine auf der Spitze des Längsbalkens. 

Unwillkürlich musste ich an die Taubenjagd vor zwei Jahren auf dem Petersplatz denken. Eine weiße Taube, im Januar 2014 als Symbol des Friedens von Papst Franziskus freigelassen, wurde von einer Möwe und einer Krähe attackiert und entkam nur knapp ihrem Schicksal. Jetzt hier an der Stätte immerwährenden Friedensgebets sitzen Krähen zu Scharen auf dem Symbol unserer Kirchengemeinschaft. Es wirkt bedrohlich. 

Doch dann zieht das Heer der Spatzen ein. In immer neuen Schwärmen sausen sie über unsere Köpfe in halsbrecherischem Tempo hinweg. Zuvor sammeln sie sich in drei Nadelbäumen im Osten. Für mich das Symbol der Dreifaltigkeit. Sind diese Bäume doch unmittelbar hinter der Anbetungskapelle gepflanzt worden und sind die Kronen ineinander verwachsen mit der mittleren als der höchsten. 



Dort sammeln sich die Heeresabteilungen der kleinen, gefiederten Kämpfer und fliegen dann gemeinsam über das Heer der Beter unter ihnen hinweg, hinein in die Bäume im Westen. 



Dort vereint sich ihr Gesang mit dem Gezwitscher ihrer Artgenossen und die Krähen, oh Wunder, ziehen ab.



Doch damit nicht genug, zwei Tauben fliegen ein. Symbol des Heiligen Geistes. Zwei Turteltauben, denn sie sind ganz offensichtlich verliebt. Es ist wie ein Kuss der Liebe unseres Schöpfers. Sie setzen auf ein anderes Kreuz. Es liegt tiefer. Es ist der krönende Abschluss, die Spitze des Zeltdaches, das den Altar darunter sicher beschirmt. Sie sitzen also an jenem Ort, wo Abend für Abend das Abendlob der Menschen erklingt. Und dort bleiben sie, bleiben bis zur Mitte der Predigt. Erst dann fliegen sie davon.



Doch was machen die Spatzen? Sie senden Boten aus, die die noch fehlenden Artgenossen zu holen. Derweil zwitschert und zwatschert es im Takt des Rosenkranzes „Salaam mumalaiki Marijam, der Herr sei mit dir.“
Ab und an verlässt die Taube zur Linken ihren Kreuzesplatz und zieht eine Schleife über die Beichtstühle. Eine Aufforderung? Sie kehrt auf das Kreuz zurück.

Dann, zu Beginn des vierten Gesätzes des zweiten Rosenkranzes, die Kreuztragung Christi, kehren die Krähen zurück, erobern erneut die Kirchturmkreuze. Sie verharren dort bis zum Ende des fünften Gesätzes, Christus wird gekreuzigt. Das Heer der Spatzen setzt zum Crescendo an, vereinigt sich mit den Glockenklängen zu Beginn der Heiligen Messe. Und so werden die Krähen endgültig vertrieben. Die beiden Kreuze sind wieder frei und bleiben es auch bis sich dort zwei Wächter niederlassen: Es sind zwei Turmfalken. Wie die Wächter auf den Zinnen der Stadtmauer von Jerusalem halten sie von dort Ausschau nach dem Feind. Die Stadt zu ihren Füßen kann derweil im Frieden ruhen.



Und dann kurz vor der Wandlung, kurz vor der Vergegenwärtigung des Allerheiligsten verstummen die Spatzen in stiller Ehrfurcht vor der Größe ihres Schöpfers und ich in Ehrfurcht vor ihrer Lehre.
„Preist den Herrn all ihr Vögel am Himmel; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit“ Dan 3,80. Es war der Vorabend des vierten auf den fünften Tag, da erschuf Gott die Vögel des Himmels. Gen 1, 20.



[i] Wie gehört, nicht wie geschrieben

Dienstag, 6. September 2016

Mary’s Land – ein Film erobert die Welt

In aller Stille erobert derzeit ein Film die Herzen seines Publikums. „Die Leute kommen weinend aus dem Kino“, sagt sichtlich bewegt von der mächtigen Reaktion auf sein Werk, der spanische Regisseur und Produzent Juan Manuel Cotelo.
Was ist das Geheimnis von „Mary’s Land“? Der Film ist kein Blockbuster und doch lief er bereits in 25 Ländern und setzt seinen Siegeszug Herz um Herz unaufhaltsam fort. Allein in Rom standen 600 Menschen vor dem Cinema Adriano und warteten vergebens auf Einlass: Wegen Überfüllung geschlossen.
Ihnen blieb die Zeit das Filmplakat zu studieren: Eine junge Frau umarmt die Welt in einer Weise als sei sie mit ihr schwanger, umfängt sie mütterlich, warmherzig mit einem Blick voller Güte.
Es ist ein Film ohne Staraufgebot. Keine Meryl Streep, kein George Clooney ködern den Mainstream. Doch halt! Ihre Körper sind nicht da, ja, wohl aber ihre Stimmen. Genauer ihre Synchronstimmen. Ist es das, was das Publikum unterschwellig erkennt?
Ist es die Musik? Ja, sie erinnert an den großartigen Film „Gladiator“. Und ja, mache Szenen sind durchaus martialisch. Doch reicht das für diesen Erfolg?
Was fasziniert Menschen an einem Film, der keinen richtigen Plot hat? Nur einige wenige optische Effekte, die sich um einen Baum der Erkenntnis ranken? Wie erfahren Menschen von einem Film, der von den Mainstream Medien schlicht übersehen wird? Ist das die Antwort: „Sie operieren überall, auf allen fünf Kontinenten!“?
Warum tun sich Filmkritiker so schwer den Film einzuordnen? Ist er nun ein Liebesfilm oder doch ein Horrorschocker? Ist er Dokumentation oder Drama? Oder gar eine Komödie? Welcher Kategorie gehört er nur an? Cotelo lacht darüber. Er wundert sich nur, warum noch keiner auf die Idee gekommen ist, seinen Film einfach einmal nach seiner Wirkung zu beurteilen. Und diese Wirkung hat es in sich! Das Herz wird im Innersten erschüttert, mit phänomenalen Folgen des Wohlbefindens.
Alexandra, die diesen Film nun schon über zum 10mal gesehen hat, beschreibt es so: „Obwohl ich den Film jetzt schon so oft gesehen habe, entdecke ich immer wieder etwas Neues, was mich berührt.“ Soviel steht fest: Was es ist, das einem ins Herzen spricht, ist für jeden etwas anderes. Vielleicht war es dies: „Ich hörte wie sie sagte: Sohn ist es nicht genug, willst du nicht nach Haus kommen?“
Was ist es für die Hauptfigur des Films, den Teufelsadvokaten?
Cotelo hat den Mut und spielt in selber, den advocatus diaboli, eine Mischung aus „James Bond“ und „Schirm, Charme und Melone“. Mut wird belohnt, man bringt ihm im Film ein Lächeln entgegen. Warum nur fürchtet sich niemand vor dieser unheimlichen Gestalt? Und wer ist diese korrekt gekleidete weibliche Person mit Kurzhaarschnitt und strengem, klerikalen Habitus? Der Auftraggeber? Letztlich bleibt er im Nebel des Unausgesprochenen.
Ist es eine Staatsmacht, die eine Revolution von unten fürchtet? „Sie können es als regelrechte Weltrevolution bezeichnen, angezettelt von völlig normalen Durchschnittsmenschen.“ Oder ist es die Kurie, in der schon viele vom Glauben abgefallen sind? Ist es eine Wirtschaftslobby, die um ihre Pfründe bangt? Oder sind es gottgleiche Wissenschaftler, denen ein personaler Schöpfer ein Ärgernis ihres überzüchteten Egos ist? „Wenn das wahr wäre“, sagt die Dame mit dem streng klerikalen Habitus, „das wäre ungeheuerlich, dann…“. Der Gedanke, die Konsequenz, sie bleibt im Unfassbaren unausgesprochen, denn sie ist für jeden eine andere!
Cotelo alias Anwalt des Teufels macht sich auf die Suche nach Antworten.
Wer steckt hinter dieser Weltrevolution? Es gibt nur vage Hinweise: „ein Vater ein Sohn und ein Bruder. Es gibt auch noch eine Frau. Sie nennen sie Mutter“. Klingt wie Mafia.
Antworten findet der Advokat ausgerechnet bei personae non gratae, in Ungnade gefallenen Menschen. Die Antwort, die sie geben, ist eine Möglichkeit für das eigene Leben, nicht mehr. Doch sie geben unserem Möchtegern James Bond mit seinem Regenschirm aus Abteilung Q eine Anregung „tiefer zu graben“. „Gehen sie weiter, bis ganz nach oben!“ so lautet seine Order. Und diese Dienstanweisung an einen Unterteufel führt ihn an Orte, die er freiwillig nie besucht hätte.
Ausgesetzt im Seelendschungel seines eigenen trostlosen Lebens hört er sagen „wieso tust du mir weh?“ und findet Orte des Lichts in strahlenden Kinderaugen. Sie führen ihn zu noch strahlenderen Augen von Sehern, welche mütterliche Augen der Güte schauen durften. Unausgesprochenes spiegelt sich in ihrem Blick, eingebettet in ein Lichtermeer aus Kerzen und Gebet. Ein Meer das nach Mehr verlangt. Es sind archetypische Bilder der Seele und sie dringen tief, bringen eine Saite in uns zum Klingen, die schon viele von uns vergessen haben. Die Stimme war, so sagen seine Verhörten, „wie eine Liebkosung“.
Unser Advokat im Dienste eines Höheren fühlt sich bei seinen Recherchen zunächst ganz in seinem Element. Ein Massenmörder, ein glamouröses Model, ein perverser Transgender. Doch was verbindet Massenmörder und Model? Warum schauen sie so glücklich, voll inneren Friedens? Was ist so faszinierend an dem von Botox entstellten Gesicht eines Transvestiten? Ist es dieser Blick kurz aufkeimender Hoffnung innigst geliebt zu sein, trotz eines gefangenen Lebens im Schmutz und Morast der Lust? Was klingt an in uns, wenn wir Tränen der Freude im Gesicht des Models sehen? Wenn sie sagt: „Ich weine vor Freude, wenn ich nur daran denke. Denn Gottes Gegenwart, die möchte ich so gerne wieder spüren.“
Ja, der Film ist das geworden, was Cotelos Herz bewegt hatte ihn zu machen: Es ist ein emotionaler Film von der „Sehnsucht Gottes nach seinen Kindern“ und man sollte Taschentücher dabei haben, wenn man in der glücklichen Lage ist, Tickets bekommen zu haben. Denn da der Film vom Mainstream ignoriert wird - schließlich kommt er nicht aus der CGI Schmiede Hollywoods - läuft er gerne in Programmkinos (in Österreich sogar im Cineplexx). Und besonders gerne dann, wenn sich sein potentielles Publikum via Email-Bekundung, online-voting oder einfach per Telefon, bemerkbar macht. Dann läuft der Film dort still aber eindrücklich und vor allem nachhaltig, d.h. bis zu sechs Monate sind dann durchaus drin. Wie etwa in Wien im Cineplexx Village Cinema zur Premiere am 29. Ende September mit Juan Manuel Cotelo?! Lassen wir uns überraschen.

Nun also, was ist es denn jetzt, was den Film so besonders macht? Am Ende kann man es nur herausfinden, wenn man den Film gesehen hat. Doch Vorsicht! Er ist lebensverändernd gut!

Sonntag, 7. August 2016

Am Anfang war ein Gedanke

Am Anfang war ein Gedanke

Am Anfang war ein Gedanke, dieser Gedanke war bei Gott und Gott war in diesem Gedanken. Gott verliebte sich in den Gedanken und wünschte ihn zu sehen. Er gab ihm eine Form und hauchte ihm seinen Geist ein, und der Gedanke kam ins Sein, er wurde lebendig. Dieser Gedanke war...ICH!

Da war dieses Licht, warm und unheimlich zärtlich. Zärtlich, wie beim ersten Mal, das Erste, was ich sah, kurz nach dem ich ins Sein gerufen wurde – von Ihm. Meine erste Geburt, als ich nichts war, als ein Gedanke der Liebe.

Ja, da war es und da wird es wieder sein, dieses warme alles durchdringende Licht, pulsierend und vor Liebe platzend und dann die Stimme: Seine Stimme! Wie Perlen, die über Mahagoni rollen, gleichsam das Licht verstärkend, das von Ihm ausging.

Es war Seine Stimme, sie war so dunkelrund, und ER rief mich bei meinem Namen!
Du bist mein! Ich habe dich geschaffen, weil ich dich liebe! Willst du leben?

Ich sehe Ihn und höre seine Frage, die doch eine Bitte ist, ein Wunsch an mich und mein Ja fliegt ihm zu. Aus der Begeisterung des gerade erst ins Sein gerufenen Gedankens heraus, bin ich so von Ihm fasziniert, von seiner Liebe umfangen, dass ich gar nicht anders kann, als Ja zu sagen. Ein Nein, käme mir gar nicht erst in den Sinn. Er könnte fordern von mir, was Er wollte, es wäre immer ein Ja, was meinen Lippen entflöge.

Das muß an Seiner Natur liegen, eine Natur, die uns ein Ja, entlockt, auch wenn es ein Ja mit Folgen ist,  ja sogar, wie sich später herausstellen wird ein Ja mit großen Folgen sein wird. Aber so, wie sich zwei Magneten unwiderstehlich anziehen, wenn sie mit der richtigen Seite zusammengebracht werden, so entflieht meinem Mund das Ja zu Ihm hin und vereinigt sich mit Seinem Willen. Denn die einzige Sehnsucht meines jungen fleischgewordenen Seins, ist es in seinem Herzen geborgen zu sein, dem Ort, an und in dem sich einst ein Gedanke formte, der Ich war.

SEIN Blick ruhte auf mir und sein Blick war meine Freude.
Noch hatte ich keinen Mund, keine Nase, keine Augen, keine Ohren und auch keinen Finger. Aber ich war auch nicht mehr nur ein Gedanke: Seine Liebe hatte mich verwandelt und der Gedanke der ich war, er wurde Fleisch. Und das war meine erste Geburt.

Zugegeben, sehr wenig Fleisch. Um genau zu sein, beanspruchte die Verwandlung nicht viel mehr Material, als die Größe einer befruchteten Eizelle. Aber darin war ein ganzes Universum verborgen, und das ist ein Geheimnis. Und dieses Geheimnis ist in seine Hand eingeschrieben und trägt meinen Namen.
Ja, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, dein Name ist in meine Hand eingeschrieben, du bist mein.

Wie könnte ER mich je vergessen, wo doch mein Name in seine Hand einschrieben ist!

„Meine große Liebe“, so sprach er zu mir, „ich möchte mit dir einen Bund schließen. Einen Bund der Liebe....“

Sie war so schön, diese Stimme, so dunkelrund schön. Jeremia konnte ihr nicht wiederstehen, ich kann ihr nicht wiederstehen, niemand, der sie hört, kann ihr je wiederstehen. Das Ja entflieht ganz von selbst meinen gedachten Lippen, ohne zutun, einfach Jaaa, nur ein Hauch, kaum hörbar, jaaa, und so erhebend, wohltuend, dunkelrund Ja.

„Du meine große Liebe“, fuhr er fort, „ein Bund der Liebe bedeutet auch Schmerzen.“
Ich kann nicht anders: Jaaa.
„Große Schmerzen, Schmerzen der Trennung.“

Ich möchte nein, sagen, nein keine Trennung. Ich werde sterben, wenn ich das Dunkelrund nicht mehr höre. Aber ich sage jaa, und die Liebe strömt, lichtdurchdrungen, dunkelrund und so zärtlich.

„Du wirst sie nicht mehr hören, diese dunkelrunde Stimme, nicht mehr, bis zu dem Tag, an dem du sie von neuem vernehmen wirst, für immer, für ewig, am Tag deiner dritten Geburt.“

Das Nein, will hoch, das Ja verdrängen, aber dann wäre sie weg diese Stimme, die mich so zärtlich umfängt; so kraftvoll und väterlich und gleichzeitig so zärtlich wie eine Mutter und die mein ganzes Sein drängt, bei Ihm zu sein, nur bei Ihm. Er, der mich geschaffen hat, aus Liebe und ein weiteres Jaaa entflieht meinen Lippen, um bei Ihm zu sein für immer.

„Ich werde dich nicht verlassen, denn du bist eingeschrieben in meine Hand. Selbst, wenn deine Mutter dich vergessen sollte, ich vergesse dich nicht, du bist mein. Ich werde mit dir sprechen, durch Blumen, Bäume, Tiere, besonders durch Fische. Ich werde dich ermahnen und erziehen. Ich werde zu dir sprechen durch deine Eltern, deine Lehrer, deine Geschwister. Ich werde dir raten durch deine Freunde und lenken durch meine Hirten und mein Wort. Sie alle werden für mich sprechen und wenn du genau hinhörst, dann hörst du es, ganz ferne, ganz leise, dieses Dunkelrund, dieses Dunkelrund das dir so gut gefällt. Und du wirst wissen, dass ich bei dir bin, alle Tage deines Lebens. Manchmal werde ich auch zu dir im Traum sprechen, in der Josephssprache, in dunkelrunden Symbolen, um dich zu warnen, wenn du in die Irre gehst, oder Gefahr auf dich zu kommt oder der Menschenfeind dich bedroht. Und du wirst wissen, dass Ich es bin. Ja sogar durch Ereignisse werde ich zu dir sprechen, durch Schicksalsschläge. Du wirst meinen ich werde dich verwerfen, aber in Wirklichkeit, in Meiner Wirklichkeit, ziehe ich dich noch näher an Mein Herz. Und wenn du still wirst und den Frieden annimmst den ich dir sende, dann wirst du sie wieder hören, diese dunkelrunde Stimme, ganz ferne nur, aber deinem Herzen so nah.“

Und dann war sie weg, die Stimme. Für immer, so schien es mir.
„Fürchte dich nicht!“ waren Seine letzten Worte.
Dann war es still und das mütterliche Gluckern wiegte mich sanft in den ersten Schlaf meines jungen Lebens.

Einladung an Dich:

Teile Deine ersten Erinnerungen an Dein Leben mit einem anderen Menschen.

Dienstag, 24. September 2013

Franziskus von Ritter-Groenesteyn: Warum die Weihe der Welt an das unbefleckte Herz M...

Franziskus von Ritter-Groenesteyn: Warum die Weihe der Welt an das unbefleckte Herz M...: Angesichts der wachsenden Bedrohung in der Welt durch fundamentalistischen Terror, Kriegstreiberei, Gewinnmaximierung, Ausbeutung, Gende...

Warum die Weihe der Welt an das unbefleckte Herz Mariens so wichtig ist


Angesichts der wachsenden Bedrohung in der Welt durch fundamentalistischen Terror, Kriegstreiberei, Gewinnmaximierung, Ausbeutung, Genderisierung durch Lobbyisten etc. setzt Papst Franziskus ein Zeichen der Hoffnung und des Glaubens.
 
Am 13. Oktober 2013 wird Papst Franziskus in Rom die ganze Welt der Muttergottes von Fatima weihen. Wir alle sind dazu aufgerufen im Rosenkranz, daran teilzunehmen.
 
Warum der Papst diesem Akt marianischen Glaubens eine so große Bedeutung bemisst und warum er dafür den 13. Oktober wählt, wird man besser begreifen können, wenn man anhand von sechs Beispielen einmal einen Blick in die Vergangenheit wirft.

Dazu vorab eine kurze Erläuterung, was dem voran gegangen ist.
 
Am 13. Oktober 1917 gab es im kleinen portugiesischen Ort Fatima eine letzte Marienerscheinung. Dieser Tag ist in der Welt berühmt für sein Sonnenwunder. Mehr als 70.000 Menschen waren dafür Zeuge.
 
 
An diesem Tag gab sich Maria als unsere liebe Frau vom Rosenkranz zu erkennen. Zuvor hatte sie in der Septembererscheinung auf die große Bedeutung des täglichen Rosenkranzgebets für das Ende des Krieges hingewiesen und in der Juli Erscheinung den Papst um eine Weihe gebeten.

„Um das zu verhüten (Anm.: Krieg, Leid, Verfolgung), werde ich kommen, um die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen zu fordern. Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren, und es wird Friede sein, wenn nicht, dann wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Verfolgungen der Kirche heraufbeschwören, die Guten werden gemartert werden und der Heilige Vater wird viel zu leiden haben; verschiedene Nationen werden vernichtet werden; am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.“

Und später wird die Seherin Lucia in einem Interview mit Peter Fuentes sagen „Sehen Sie Pater, die Muttergottes hat in diesen letzten Zeiten, in denen wir leben, dem Rosenkranzgebet eine neue Wirksamkeit gegeben….es gibt kein Problem, so schwierig es auch sei, dass wir nicht durch das Gebet des Rosenkranzes lösen können.“
 
Hier nun folgen sechs Beispiele, die das bestätigen:

1.    Beispiel – Portugalweihe
   Am 13. Mai 1931 und 1936 haben die Portugiesen ihr Land der Muttergottes geweiht u.a. verbunden mit der Bitte um Verschonung vor dem in Europa sich ausbreitenden Kommunismus und Kriegsgefahr. In einem Brief an ihren Bischof Mgr. Da Silva, datiert vom 6. Februar 1939 wird Lucia die Kriegsgefahr für Portugal (Hitler plante für den 10. Januar 1941 die Invasion) vorhersagen, aber auch, dass Portugal verschont bliebe. „Das Unbefleckte Herz wird es schützen“.

Tatsächlich blieb Portugal vom Zweiten Weltkrieg verschont.
 
 

2.    Beispiel – Weltweihe (noch ohne Russland)
Zwar hat Papst Pius XII. Russland nicht offiziell Maria geweiht, dafür aber hat er am 31. Oktober 1942 eine Weltweihe vollzogen. Die unmittelbare Folge davon war, dass bereits ein Monat später, am 22. November 1942, durch die Einkesselung der sechsten Armee bei Stalingrad, die Wende des Dritten Reichs eingeleitet wurde. Ab diesem Zeitpunkt gewann die deutsche Armee keine Schlacht mehr. Sie wurde von den Alliierten von allen Seiten eingekreist und besiegt.

Nur drei Jahre nach der Weihe, war das Dritte Reich bereits Geschichte. Der Kommunismus breitete sich jedoch unaufhaltsam aus.
 
Im oberen, inneren Teil der Krone kann man die Kugel erkennen

 
3.    Beispiel – Marienweihe mit Krönung
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sich das kommunistische Gedankengut gefährlich weit in der ganzen Welt ausgebreitet. In Europa, wie auch in Amerika gab es erstarkende kommunistische Bewegungen, die sogar in manchen europäischen Ländern Schlüsselpositionen in den Regierungen inne hatten. Am 13. Mai 1946 ließ Papst Pius XII. die Marienstatue aus Fatima zur „Königin des Friedens“ krönen. (Es war die Krone, in die später Papst Johannes Paul II. die Attentatskugel einbauen ließ.)

Bereits ein Jahr später, 1947, waren die Kommunisten von den Regierungen auf überraschende Weise ausgeschlossen.
 

4.    Beispiel – Deutschlandweihe und Rosenkranz
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg  leugnete Russland die Existenz von deutschen Kriegsgefangenen. Bundeskanzler Adenauer griff darauf zum Rosenkranz („…mit geistigen Waffen…kämpfen…dauernden Frieden erlangen…“; meine Empfehlung an unsere Politiker!)
Und am 4. September 1954 im Vorfeld  schwierigster Verhandlungen mit den Russen vollzog Kardinal Frings beim Fuldaer Katholikentag die Weihe Deutschlands an das Unbefleckte Herz Mariens. In der Weihe wurden u.a. zwei Bitten ausgesprochen. Die Bitte um Heimkehr der Kriegsgefangenen und die Bitte um die  Wiedervereinigung Deutschlands.

Ein Jahr später, am 7. Oktober 1955 (Rosenkranzfest!),  trafen die ersten Kriegsgefangenen wieder in der Heimat ein. 

Dann exakt 40 Jahre nach der Gründung der DDR, am 7. Oktober 1989, fingen die großen Montagsdemonstrationen nach dem Friedensgebet in der Nikolaikirche an. (40 Jahre ist eine biblische Zahl für Zeiten des Exils).
 

5.    Beispiel – Rosenkranz-Feldzug
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg stand Österreich in der Gefahr dasselbe Schicksal, wie das geteilte Deutschland zu erleiden. Die Russen wollten eine Aufteilung des Landes. Daraufhin organisierte Pater Petrus Pavlicek einen landesweiten Rosenkranz-Feldzug mit täglichem Gebet, der mehrere Jahre dauerte.

Schließlich, am 13. Mai 1955 gaben sich die Russen geschlagen und Österreich war wieder frei!
 

6.    Beispiel – Weltsühneweihe an Maria
Am 25. März 1984  stellte Papst Johannes Paul II. erneut die Welt unter den mütterlichen Schutz des Herzens Maria. Wörtlich heißt es im Weihetext „In besonderer Weise überantworten und weihen wir dir jene Menschen und Nationen, die dieser Überantwortung und Weihe besonders bedürfen.“ Damit ist wohl Russland in besonderer Weise mit eingeschlossen, aber nicht explizit erwähnt.

Ausgerechnet am 13. Mai, nur zwei Monate später, flog eines der größten Waffenarsenale der Russen in Severomorsk in die Luft und mit ihm alle Mittelstreckenraketen, die auf Westeuropa gerichtet waren. Erst Jahre später kam ans Licht, dass Russland für 1985 einen atomaren Blitzkrieg bis an die Loire geplant hatte. Doch ohne Raketen verschwanden die Invasionspläne wieder in der Schublade und Perestroika begann! 
Nun hat vor kurzem Papst Franziskus drohende Kriegsgefahr in Syrien, mit einem Weltgebetstag für den Frieden am 7. September 2013 beantwortet. “Möge der Krach der Waffen verstummen.“

Am Montag darauf in London, verplapperte sich US Aussenminister John Kerry, der eigentlich für den Krieg werben wollte, mit einer rhetorischen Floskel (Präsident Baschar al-Assad könne einen Militärschlag der USA noch abwenden, wenn er binnen einer Woche sein gesamtes Chemiewaffen-Arsenal übergebe) und eröffnete ungewollt den Weg für eine friedliche Lösung. Und auch Obama sah sich genötigt, aus dem Medieninterview für den Krieg, eine Option für eine friedliche Lösung zu machen.

Nun haben wir es am 13. Oktober 2013 erneut in der Hand, die Welt durch Maria vor drohenden inneren wie äußeren Gefahren zu retten. Vor Gefahren, von denen wir heute noch nichts wissen, die aber gewiss schon heute präsent und aktiv sind, auch wenn ihr erst später davon erfahren werden.

Samstag, 14. September 2013

Dienstag, 6. August 2013

Start-Up

Hier geht's zum neuen Blog http://comet-ele-ison.blogspot.de/. dort erfahrt Ihr alles Wissenswerte über Kometen und ihre verborgenen Botschaften. Take a voyage into LIGHT!!!

Hier schon mal ein Beispiel für einen sehr schönen Kometen um 1811
Komet von 1811
Komet von 1811
von CHR Schreiber [Public domain], via Wikimedia Commons

Dienstag, 16. April 2013

Unterwegs im Holy Bus - ein Missionar auf Weltreise

Wirklick sehenswerter ehrlicher, authentischer, ungeschminkter Film, über das Leben eines modernen Paulus (mit Familie), unterwegs auf dem Kontinent Amerika:

Schlüsselsatz seiner Berufung:

"Das Glück, das du suchst, findest du, wenn du zu den Armen gehst!"

Romain de Chateuxvieux

Unterwegs im Holybus

Samstag, 16. März 2013


Habemus Papam! Papst Franziskus. Zu den Zeichen und Geheimnissen seiner Wahl siehe mein Post unter "Die Zeichen der Zeit erkennen".

Samstag, 9. März 2013

Franziskus von Ritter-Groenesteyn: Konklave

Franziskus von Ritter-Groenesteyn: Konklave: Das Konklave beginnt am Dienstag! Welchen Papst wir bekommen, kannst du mittragen. WIE? Begleite einen der 115 Kardinäle durch dein Gebe...

Konklave

Das Konklave beginnt am Dienstag! Welchen Papst wir bekommen, kannst du mittragen.

WIE?

Begleite einen der 115 Kardinäle durch dein Gebet oder sei ihm einfach im Geist verbunden.

WIE?

Ganz einfach:

Geh auf die Seite adopt a cardinal und lasse dir nach dem Zufallsprinzip einen Kardinal zuteilen.

Be a prayer warrior for our next Pope!!!
In English see this website: https://adoptacardinal.org/   Join in!!!

Über 400.000 Menschen über die ganze Welt verstreut machen bereits mit.

Sei du auch dabei und animiere noch deine Freunde in der ganzen Welt auch mitzumachen!

Donnerstag, 21. Februar 2013

Die Zeichen der Zeit erkennen

Habemus Papam! Und was für einen!

Sein Name ist Programm: Vgl. hier

Franziskus heißt vom Wortursprung her: "Der Kühne" und  "Der Freie" vgl. hier

Es ist der erste neue Papstname seit 913, also genau seit 1000 Jahren. Vgl. hier

Und so handelt er! Frei und kühn, vom ersten Moment an.

Das Datum seiner Wahl ist bedeutend: Der 13.3.13 ergibt in der Quersumme 11. ein Zufall?! Siehe meinen Beitrag  weiter unten dazu.

Nimmt man noch die komplette Jahreszahl dazu, ergibt sich: 13.03.2013 = 13.

Die 13 ist seit Fatima eng verbunden mit der Mutter Gottes. Und was tut Papst Franziskus als eine seiner ersten Amtshandlungen? Er geht zur Mutter Gottes vom Schnee (siehe Santa Maria Maggiore) um bei ihr den Beistand für seine Bischofsstadt Rom zu erbitten.

Und hier ein Auszug aus der Tageslesung vom Tag seiner Wahl: Zum Nachlesen hier klicken.

8So spricht der Herr: Zur Zeit der Gnade will ich dich erhören, am Tag der Rettung dir helfen. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem Land und das verödete Erbe neu zu verteilen,
9den Gefangenen zu sagen: Kommt heraus!, und denen, die in der Finsternis sind: Kommt ans Licht!
10Auf allen Bergen werden sie weiden, auf allen kahlen Hügeln finden sie Nahrung. Sie leiden weder Hunger noch Durst, Hitze und Sonnenglut schaden ihnen nicht. Denn er leitet sie voll Erbarmen und führt sie zu sprudelnden Quellen. (Jesaja 49,8,9)
 
Man könnte das auch so übersetzen:
8So spricht der Heilige Geist über das Konklave: Zur Zeit der Gnade will ich dich erhören, am Tag der Rettung dir helfen.
 
Ich habe dich Papst Franziskus geschaffen und dazu bestimmt, der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem Land und das verödete Erbe der Kirche neu zu verteilen, 9den Gefangenen im Materialismus zu sagen: Kommt heraus!, und denen, die in der Finsternis der Gottferne sind: Kommt ans Licht! 10Auf allen Bergen werden sie weiden, auf allen kahlen Hügeln finden sie Nahrung. Sie leiden weder Hunger noch Durst, Hitze und Sonnenglut schaden ihnen nicht. Denn Papst Franziskus leitet sie voll Erbarmen und führt sie zu sprudelnden Quellen des Glaubens.
 
Und vom Himmel her beglaubigt wird die Wahl durch die Worte des Tagesevangeliums (vgl. hier):
In jener Zeit17entgegnete Jesus den Juden: Mein Vater ist noch immer am Werk, und auch ich bin am Werk. (Joh 5,17)
 
Und daran knüpft sich die Verheißung im selben Text weiter unten:
 
24Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen. (Joh 5,24).
 
 
 
Hallo Freunde,

wir leben in spannenden Zeiten; besonders, wenn man sich das Zitat aus Joel in der Pfingstpredigt des Petrus vor Augen hält: "Ich werde Wunder erscheinen lassen droben am Himmel und Zeichen unten auf der Erde." Apg 2,19

Zu den Wundern am Himmel werde ich in Kürze etwas schreiben, denn es kommen dieses Jahr, für alle sichtbar, 2 Kometen an der Erde vorbei.

Jetzt zu den Zeichen der Zeit:

Der Rücktritt unseres Papstes ist eng verbunden mit der Zahl 112:

1. Gründung des Vatikans durch den Lateranvertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und Italien am

11.2.1929

2. Rücktrittserklärung des Papstes am

11.2.2013
 
Hat der Papst bewußt dieses Datum gewählt, um damit auf die Papstvoraussagen des Heiligen Malachias aufmerksam zu machen? Malachias sah in einer Vision alle Päpste bis zur Wiederkehr Christi. Insgesamt
 
112
 
 
Päpste. Benedikt XVI. ist der 111. Papst in dieser Reihe. D.h. nach ihm kommt gemäß der Vision der letzte Papst und er flieht über Leichen aus der zerstörten Stadt.
 
 
Verfolgt man diese Zahl weiter, so ergibt sich daraus ein Aufruf zum Gebet (um das Schlimmste zu verhindern?!):
 
Lukas 11,2
 
 
"Wenn ihr betet so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt, Dein Reich komme."
 
Und wirft man einen Blick in die Offenbarung, so findet man folgendes:
 
Offenbarung 11,2
 
"...Sie werden die Stadt zertreten, 42 Monate lang."
 
Und in der Umkehrung der Zahl Offenbarung 2,11:
 
"Wer Ohren hat der höre, was der Geist den Gemeinden sagt..."
 
Und der große Endzeitprophet Daniel verkündet in Kapitel 11,2:
 
"Und jetzt will ich dir die Wahrheit mitteilen..."
 
 


Samstag, 12. Januar 2013

Liebe Freunde,

ab sofort könnt ihr über www. amazon.de hier klicken meine Erzählung "Barthimaeus" auch als gedrucktes BUCH bestellen. Eignet sich prima als kleines Geschenk, Mitbringsel etc.



Viel Freude beim Lesen!

Dienstag, 1. Januar 2013

Soeben bei amazon kindle erschienen:

Meine leise Erzählung über Barthimäus. Etwas zum Nachdenken und weitergeben.

Link zum ebook

Euch allen ein Gutes Neues Jahr 2013!

Hier eine kleine Leseprobe:


Ich liebe diese Farben.

O, ja, wunderschön. Wie das Tor zum Himmel.

Wie könnt Ihr das sagen, Meister? Ihr seht doch gar nichts.

Der Meister und der Schüler stehen am Rande eines steil abfallenden Berges. Vor ihnen, am Horizont, verströmt sich das Leben der Sonne in den Farben des Abendrots.

Meister Ha Ajin deutet auf sein Herz.

Doch hier drin.

Ist das der Grund warum Ihr das Tuch tragt?

Damit das Herz sieht? ...Vielleicht.

Soll ich es auch tragen?

Nein! Das darfst du nicht! Du hast keinen Grund dazu, sagt er entschieden. Seine Stimme duldet kein Widerwort.

Ha Ajin ist hebräisch und heißt: Ajin, das Auge. Und darin offenbart sich ein gewisser Widerspruch, sind es doch seine Augen, die von einer breiten schwarzen Binde verdeckt sind, und die der Schüler meinte. Tobias sieht den alten Mann an. Drei Jahre ist er nun schon bei ihm und seither hat er ihn noch nie ohne Binde gesehen. Dabei kann der Meister sehen. Das wissen alle.

Meister?

Ja, Tobias?

Erzählt mir von ihm....

Dienstag, 25. Dezember 2012

Jesus liebt mich
Von Franziskus v. Ritter-Groenesteyn
Kann man diesen Film empfehlen? Sollte man diesen Film gesehen haben? Was wird man erleben: Ein theologisches Zerrbild oder eine Herzenserhebung hin zu Gott? Entscheidend ist die Botschaft!
Um die zu verstehen, muss man einen Blick auf die Handlung des Filmes werfen. Das Drehbuch zum Film basiert übrigens auf dem gleichnamigen Roman „ Jesus liebt mich“ von David Safier.
Marie (Jessica Schwarz) eine junge, hübsche agnostische Frau braucht ein wenig Ordnung in ihrem chaotischen Leben. Doch sie verliebt sich in den Falschen. Jesuah (Florian David Fitz) sieht echt gut aus, ist sehr sympathisch aber irgendwie von einer anderen Welt. Seinen Auftrag kennt Pfarrer Gabriel (Henry Hübchen) sehr gut:
„Herr ist es soweit?“
„Ja, nächste Woche, Dienstag.“
Das Ende der Welt steht bevor. Wie haben sich die Menschen seit damals entwickelt? „Die haben nichts dazu gelernt, Herr“, sagt Gabriel leicht resigniert. Jesuah will sich selbst davon überzeugen und trifft dabei auf Marie. Und Marie wird Zeuge vieler merkwürdiger Dinge. Etwa die Fußwaschung eines Obdachlosen in einem Restaurant, sehr zum Ärger des ohnehin schlecht gelaunten Kellners. Oder ein Rocker, der sich in Jesuahs Schoss ausheult. Auch Marie erfährt Jesuah auf tiefe Weise. Sie schüttet ihr Herz vor ihm aus, kann es selber kaum fassen:
„Hab ich das wirklich laut gesagt?
Mein Gott ich kenne dich doch kaum.“
„Ich weiß“, sagt Jesuah, „ich habe diese Wirkung auf Menschen.“
Und dann verliebt sie sich in ihn. Doch um welchen Preis kann sie diese Liebe halten?
Spätestens nach der ersten Viertelstunde ist die Botschaft klar. Sie heißt: Liebe und Versöhnung!
Davon ist der Film getragen, das ist seine Message. Produzent Nico Hofmann: „ Der Originalroman hat für mich eine sehr schöne Erlösungsphantasie: nämlich den Glauben an die große Liebe und den Wunsch nach Versöhnung.“ Darauf sollte man sich also konzentrieren und darauf, wer die Zielgruppe ist. Thomas Peter Friedl, der Produzent:„Jesus ist ja ein sehr universelles Thema und dementsprechend breit ist die Zielgruppe.“ Die breite Zielgruppe von heute ist so agnostisch wie Marie. Theologische Verzerrungen werden da nicht sonderlich wahrgenommen. Was aber ins Herz geht, das ist die Botschaft der Liebe und des Verzichts aus Liebe, die den ganzen Film durchwirkt. Und diese Botschaft kann den Zuschauer ganz gewiss zu Gott führen, gemäß dem Motto, Gott schreibt auch auf krummen Wegen gerade.
Ist es wirklich so störend, das Jesuah hier nicht allwissend ist, dass Gabriel aus Liebe zu einer Frau den Himmel aufgegeben hat, dass Gott Vater sich noch um andere Welten zu kümmern hat und deswegen wenig Zeit für die Erde hat, dass leibliche Freuden gebilligt werden? Dies alles wird hier mit viel Humor und einem Augenzwinkern rübergebracht.
Und dann kann man sich noch auf Schnitzeljagd begeben. Jesus Darsteller und Regisseur Fitz: „ Natürlich hat es uns auch Spaß gemacht bekannte Bilder (Ikonographie) im Film zu verstecken.“ So etwa trägt Jesuah einen Heiligenschein. Doch wo und wann und wie, da muss man schon genau hinsehen, um ihn zu entdecken und die vielen anderen netten Details..
Jeder mag also selber urteilen. Auf jeden Fall hat dieser Film eine Chance verdient, ganz gemäß dem Rat des Hl. Paulus: „Prüft alles und behaltet das Gute.“ 1 Thess 5, 21.

Dienstag, 27. November 2012

Omammia - Diesen Film solltet ihr euch nicht entgehen lassen.
Hier gehts zur Rezension:

http://www.kath.net/detail.php?id=39067

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Franziskus von Ritter-Groenesteyn: IM EINKLANG MIT DEM URKLANG – EINTAUCHEN IN DAS GE...

Franziskus von Ritter-Groenesteyn: IM EINKLANG MIT DEM URKLANG – EINTAUCHEN IN DAS GE...: IM EINKLANG MIT DEM URKLANG – EINTAUCHEN IN DAS GEHEIMNIS DER EUCHARISTIE Mein Erfahrungsbericht vom Eucharistischen Workshop in der B...

IM EINKLANG MIT DEM URKLANG – EINTAUCHEN IN DAS GEHEIMNIS DER EUCHARISTIE


IM EINKLANG MIT DEM URKLANG – EINTAUCHEN IN DAS GEHEIMNIS DER EUCHARISTIE
Mein Erfahrungsbericht vom Eucharistischen Workshop in der Benediktinerabtei Fiecht i. Tirol
vom 19. bis 21. Oktober 2012


Das Trommeln zwanzig wild gewordener Krieger durchzieht die ehrwürdigen Gänge der alten Benediktinerabtei Fiecht zu Füßen des mystischen Georgenbergs. Ist Afrika über Tirol hereingebrochen? Fast möchte e so scheinen. Die animistisch anmutenden Exponate aus den benediktinischen Missionsgebieten in den weiten Hallen des Klosters legen diese Vermutung nahe. Doch der Eindruck täuscht.

Rumtatatam, rumtatatam, rumtatatam. Es sind zwanzig Teilnehmer eines eucharistischen Workshops, die voller Leidenschaft und Hingabe auf zwanzig Umzugkartons einschlagen. Sie trommeln im rhythmischen Gleichklang, synchron im Takt jenes Mannes, der sie dirigiert, wie sonst seine Orchester.
Seminarleiter Peter Jan Marthé weiß, was er tut: „Hier geht es um das hautnahe Erleben eines orchestralen Flows, der das exklusive Markenzeichen eines jeden Spitzenorchesters ist. Diesen Flow, diesen überwältigenden Einklang des Geistes müssen wir in den Herzen der Menschen wieder neu entzünden“.

Damit spricht er Papst Benedikt XVI. aus dem Herzen: „Wir müssen unser Herz zum Herrn erheben, nicht nur als rituelle Antwort, sondern als Ausdruck von allem, was in diesem Herzen vor sich geht, das in die Höhe strebt und auch die anderen nach oben zieht.“

Gemeinsam „Eucharistie“ zu feiern sei nichts anderes, als der überwältigenden Freude freien Lauf zu lassen angesichts der erspürten Präsenz Gottes in seiner Schöpfung. Das daraus resultierende Gefühl unermesslicher Dankbarkeit in den Herzen der Menschen lebendig werden zu lassen, das ist es, was Marthé antreibt und bewegt. Und er, der ehemalige Seminarist, jetzt Dirigent und Komponist mit großer Menschenkenntnis ist dafür prädestiniert. Eigens eine Messe, die „erdwärtsmesse“, hat er zu diesem Zweck komponiert und gleich auch noch ein heiß diskutiertes Buch zum Thema „Die heilige Messe – kultisch, szenisch, sinnlich, mystisch“ herausgegeben. Der Workshop ist ein Geheimtipp. Kaum steht ein Termin dafür fest, ist er auch schon ausgebucht. Und es finden sich dort oft jene Menschen ein, die der Kirche schon vor Jahren den Rücken gekehrt haben, weil die Priester, die sie eigentlich führen sollten, ihnen nichts zu sagen hatten.

Im Workshop eröffnet ihnen Marthé eine neue Perspektive auf die Botschaft Jesu. In den Texten und Kompositionen der „erdwärtsmesse“ hat er versucht, die Botschaft greifbar, erfahrbar zu machen. Papst Benedikt XVI.: „ Die heilige Liturgie schenkt uns die Worte; wir müssen in diese Worte eintreten, den Einklang mit dieser Wirklichkeit finden, die uns vorausgeht.“
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Marthé haut kraftvoll auf den großen Gong, der Saal vibriert. Er bringt uns die einzelnen Elemente seines Werkes näher, versetzt uns mit seiner Begeisterung und seinem Wissen selbst in Schwingung:

„Aus der Physik wissen wir, alles im Universum tönt, ist in Schwingung. Die ganze Schöpfung ist in Schwingung und ständiger Bewegung. Angefangen bei den Protonen, bis hin zu ganzen Planeten.
>Im Anfang war das Wort<, heißt es bei Johannes in der Einheitsübersetzung. >Logos< im Griechischen. Doch Logos ist vielmehr als nur >Das Wort<. Neshama nennen es die Juden und meinen damit den Hauch Gottes, der das Wort erst beseelt. Eine unaussprechliche Schwingung. Eine treffendere Übersetzung für Logos wäre daher >Urklang<“, sagt Marthé.

Marthé weiß wovon er spricht. Sein Mentor und Lehrmeister, Sergiu Celibidache, schickte ihn einst nach Indien, die traditionelle Kunst des Tonings zu erlernen. Das Tönen nur eines einzigen Tons. Vierzig Minuten lang. Jeden Tag von vier Uhr morgens an. Und dies über mehrere Monate hinweg. Das war der Einstieg in das Musikstudium auf indische Art. „Da wirst du entweder verrückt oder du machst einen Quantensprung“, erinnert sich der Maestro. In Fiecht dürfen auch wir uns darin üben, volle fünf Minuten lang und sie lassen bereits erahnen, was er meint. Durch seine Ausbildung bei einem indischen Klangmeister hat er gelernt die Seele eines einzigen Tons zu verstehen und sein Wesen zu erkennen, wie er im Urton die ganze Schöpfung durchströmt. Später wird Abt Anselm Zeller OSB sagen, er habe im Vorbeigehen „die Engel singen gehört“.

Und, wir, die wir gleich Engeln singen, erfahren hier das, was unser Papst so ausdrückt: „In dem Maße, in dem wir diese Struktur verinnerlicht, sie verstanden und die Worte der Liturgie in uns aufgenommen haben, können wir eintreten in diesen inneren Einklang und daher nicht nur als Einzelpersonen mit Gott sprechen, sondern in das "Wir" der betenden Kirche eintreten. Und auf diese Weise können wir auch unser "Ich" verwandeln, indem wir in das "Wir" der Kirche eintreten, dieses "Ich" reicher und weiter machen, mit der Kirche, mit den Worten der Kirche beten und so wirklich im Gespräch mit Gott stehen.“

Die fallweise zu hörende Kritik an der „erdwärtsmesse“, die man immer wieder mal aus den eigenen Reihen vernehmen kann, sie sei nicht katholisch ist unberechtigt. „Erdwärts“ steht hier nicht für eine naturgeisthafte Ausrichtung nach unten, sondern für einen Blick von der Erde aus hinauf in den Himmel: Denn von dort her kommt in den liturgischen kraftvollen Gesängen der Himmel in seiner ganzen Fülle herab auf die Erde, eben erdwärts, um sich dort mit der irdischen Liturgie zu vereinen. Damit steht der Geist der „erdwärtsmesse“ ganz auf dem Boden kirchlichen Lehramts. So steht schon im Katechismus zu lesen: 1090 „In der irdischen Liturgie nehmen wir vorauskostend an jener himmlischen teil“. Die „erdwärtsmesse“ Youtube Video hinterlässt in uns einen ersten Geschmack jener Himmlischen.

Die erdwärtsmesse ist auch keine zeitgeistliche Neuerfindung der Liturgie. Alle Elemente einer vollgültigen Heiligen Messe sind da: Präfation, Sanktus, Epiklese, Einsetzungsbericht, Akklamation, Anamnese und Kommunio. Und Pfarrer Joseph Götzmann, Krankenhausseelsorger und ausgebildeter Psychotherapeut, versteht es in seinen Worten und durch die kraftvollen Gesänge bewirkte Offenheit das Volk Gottes mit hineinzunehmen in das Mysterium der Messfeier des Corpus Christi. Er tut damit das, was das kirchliche Oberhaupt von seinen Priestern erwartet: „Gott spricht mit uns, und wir sprechen mit Gott. Daher ist die erste Voraussetzung für eine gute liturgische Feier die, dass der Priester wirklich in dieses Gespräch eintritt.“ Später wird Maria, eine der Teilnehmerinnen, sagen, sie habe beim Evangelium „zum ersten Mal so richtig hingehört und verstanden.“

Damit auch das Volk effektiv mit Gott sprechen kann, ist es notwendig, den eigentlichen Kern von Eucharistie zu verstehen, ist Marthé überzeugt: „In der „erdwärtsmesse“ geschieht eine Rückbesinnung auf die Gründungscharismen der Messfeier in ihren Anfängen im Urchristentum.
Die Feier der Heiligen Messe, war bei den Urchristen viel mehr als nur eine reine Gedächtnisfeier. Sie war eine Initiation, eine Feier der Auferstehung und Danksagung in der unsere eigene Wandlung geschehen soll. Schauen sie sich das Fresko in den Domitilla Katakomben an oder das Deckengemälde in der Kallixtus Katakombe, beides in Rom. Sie stammen aus dem zweiten und dritten Jahrhundert. Es sind alles Bilder einer Einweihung in das Mysterium der Auferstehung. Orpheus! in der Mitte, darum angeordnet vier Bilder aus dem alten Testament: Mose, der an den Fels schlägt, David mit seiner Laute, Daniel in der Löwengrube und die Auferweckung des Lazarus.“

Und er fügt hinzu, „Aus der Physik wissen wir, dass keine Energie verloren geht. Sie geht lediglich von einem Zustand in einen anderen über: Sie wandelt sich. Das ganze Wirken Jesu ist darauf hin ausgerichtet. Seine Wunder sind Werke der Wandlung: Wasser in Wein, Wein in Blut, Blinde zum Sehen, Lahme zum Gehen, Tote zum Leben. Das alles sind Aspekte von Wandlung. Gleichzeitig sagt er uns, wir müssen neu geboren werden aus Wasser und Geist, heißt, wir sollen eine innere Wandlung vollziehen. Und als Zeichen seiner Liebe gibt er uns in seiner vollendeten Hingabe und sichtbar gewordenen Auferstehung vom Tod selbst das Beispiel dafür.“

Peter Jan Marthé ist es wichtig, dass die Menschen begreifen, worum es bei der Feier der Eucharistie geht. Wir sollen „im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut“ werden (vgl. Eph 2, 22). „Seine Herrlichkeit wohne in unserem Land“ (vgl. Ps 85, 10). Deshalb führt er Menschen, die diese Sehnsucht in sich tragen, in kleinen Seminaren Schritt für Schritt durch die acht Räume seiner Kathedrale der Klänge hin zur Begegnung mit Gott, in der Wandlung geschieht.

Die wahre Danksagung an Gott muss ihren Sitz in unserem Herzen haben. Eucharistie ist letztlich ein Ort der von Herzen kommenden Danksagung an Gott für seine Liebe zu uns. Und in dieser Haltung des Dankens steigt Gott in seiner ganzen Fülle herab in seinen irdischen Tempel, der wir sind (vgl. 2 kor 6, 16) und verwandelt uns, verwandelt unser Herz und haucht uns einen Geist ein, der lebendig macht.

Und das ist es, was jeder, der einmal an der Erdwärtsmesse teilgenommen hat, verspürt: Diese Lebendigkeit, die uns da plötzlich von innen heraus durchströmt und unseren Geist mit neuer Kraft beseelt. „ Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch“ (Ez 36, 26). Hier wird dieser Satz lebendig. ein weiteres Video aus Graz

Marthé unterteilt nämlich die Feier der Eucharistie in Anbindung an das Urchristentum in acht Räume ohne dabei den Aufbau der liturgischen Feier zu verlassen. Im Gegenteil, durch seine acht Räume sorgt er für Klarheit und Verständnis. „Der erste Raum, der Einzug, ist der wichtigste.“ Im Betreten, im Überschreiten der Schwelle, liegt die Entscheidung des sich darauf Einlassens, was dann geschieht. Wer sich nicht dafür entscheidet, wer also nur aus Gewohnheit in die Kirche geht, oder um anderen zu gefallen, der hat zwar physisch eine Kirche betreten, aber im Geiste steht er immer noch davor und entzieht sich so, dem was Gott in der Feier schenken möchte. Oder wie Marthé es ausdrückt: „So einer steckt noch im tiefsten Heidentum.“

Im Kyrie, dem zweiten Raum, geht es darum im Vertrauen auf die Liebe Gottes einen ehrlichen Blick auf sich selber zuzulassen und sich so anzunehmen, wie man ist, ein Mensch voller Schwächen und Fehler. Marthé: „Nichts für schwache Nerven.“ Ist diese Tal einmal durchschritten werden wir fähig zu echter Freude: Der Raum des Gloria. Jetzt sind wir bereit und offen im vierten Raum Gott in seinem Wort zu hören. Es ermutigt uns, den Raum der Hingabe zu betreten, uns selbst als Opfergabe darzubringen. Papst Benedikt XVI. in einer Ansprache an die Priester: „Und auf diese Weise können wir auch unser "Ich" verwandeln, indem wir in das "Wir" der Kirche eintreten“. Und in den Konzilstexten heißt es dazu: „„In der Liturgie, besonders im heiligen Opfer der Eucharistie, vollzieht sich das Werk unserer Erlösung.“

Der erste Schritt zur Wandlung geschieht im sechsten Raum, dem Raum des Staunens, dem Sanctus. Wir erinnern uns, was der Papst sagte: „Wir müssen unser Herz zum Herrn erheben, nicht nur als rituelle Antwort, sondern als Ausdruck von allem, was in diesem Herzen vor sich geht, das in die Höhe strebt und auch die anderen nach oben zieht.“ Das ist es, was in diesem Raum geschieht. Sursum Corda! Empor die Herzen! Und dann vollzieht sich die Begegnung zwischen Gott und Mensch im siebten Raum, dem Raum der Communio. „Herr bleib bei uns mit deiner Kraft, die in uns Mut und Hoffnung schafft.“ Mit diesem Schlussrefrain endet die Erdwärtsmesse und drückt zugleich aus, dass man das, was man hier so erfahren durfte, nicht mehr missen möchte. „Ich fühle plötzlich eine Sehnsucht nach Gott in mir, die ich viele Jahre verdrängt hatte. Ich wollte es erst nicht zulassen. Aber dann sind die Tränen geflossen. Ich will jetzt mehr von dieser Liebe erfahren“, sagt Maria, die schon vor Jahren aus der Kirche ausgetreten ist, weil die Gottesdienste so leblos und farblos waren. Hier sind sie eingebettet in einen kraftvollen, energiegeladenen Klangteppich aus Tönen. Töne, Urtöne, die ihre Resonanz wiederfinden in der vollständigen Öffnung des Geistes der teilnehmenden Gläubigen. So gestärkt stehen wir wieder an der Schwelle zur Welt im achten Raum der Ermutigung, das Erlebte hinaus zutragen und der Welt zu verkünden: Ite missa est! Geht jetzt hinaus, ausgestattet mit einem Auftrag! Oder mit den Worten von Marthé: „Geht und macht was draus!“

Der Termin für den nächsten Eucharistischen Workshop in Fiecht steht seit kurzem fest: 1. bis 3. März 2013.