Der Weg ins Glück ist verborgen im Herzen



Samstag, 9. März 2013

Franziskus von Ritter-Groenesteyn: Konklave

Franziskus von Ritter-Groenesteyn: Konklave: Das Konklave beginnt am Dienstag! Welchen Papst wir bekommen, kannst du mittragen. WIE? Begleite einen der 115 Kardinäle durch dein Gebe...

Konklave

Das Konklave beginnt am Dienstag! Welchen Papst wir bekommen, kannst du mittragen.

WIE?

Begleite einen der 115 Kardinäle durch dein Gebet oder sei ihm einfach im Geist verbunden.

WIE?

Ganz einfach:

Geh auf die Seite adopt a cardinal und lasse dir nach dem Zufallsprinzip einen Kardinal zuteilen.

Be a prayer warrior for our next Pope!!!
In English see this website: https://adoptacardinal.org/   Join in!!!

Über 400.000 Menschen über die ganze Welt verstreut machen bereits mit.

Sei du auch dabei und animiere noch deine Freunde in der ganzen Welt auch mitzumachen!

Donnerstag, 21. Februar 2013

Die Zeichen der Zeit erkennen

Habemus Papam! Und was für einen!

Sein Name ist Programm: Vgl. hier

Franziskus heißt vom Wortursprung her: "Der Kühne" und  "Der Freie" vgl. hier

Es ist der erste neue Papstname seit 913, also genau seit 1000 Jahren. Vgl. hier

Und so handelt er! Frei und kühn, vom ersten Moment an.

Das Datum seiner Wahl ist bedeutend: Der 13.3.13 ergibt in der Quersumme 11. ein Zufall?! Siehe meinen Beitrag  weiter unten dazu.

Nimmt man noch die komplette Jahreszahl dazu, ergibt sich: 13.03.2013 = 13.

Die 13 ist seit Fatima eng verbunden mit der Mutter Gottes. Und was tut Papst Franziskus als eine seiner ersten Amtshandlungen? Er geht zur Mutter Gottes vom Schnee (siehe Santa Maria Maggiore) um bei ihr den Beistand für seine Bischofsstadt Rom zu erbitten.

Und hier ein Auszug aus der Tageslesung vom Tag seiner Wahl: Zum Nachlesen hier klicken.

8So spricht der Herr: Zur Zeit der Gnade will ich dich erhören, am Tag der Rettung dir helfen. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem Land und das verödete Erbe neu zu verteilen,
9den Gefangenen zu sagen: Kommt heraus!, und denen, die in der Finsternis sind: Kommt ans Licht!
10Auf allen Bergen werden sie weiden, auf allen kahlen Hügeln finden sie Nahrung. Sie leiden weder Hunger noch Durst, Hitze und Sonnenglut schaden ihnen nicht. Denn er leitet sie voll Erbarmen und führt sie zu sprudelnden Quellen. (Jesaja 49,8,9)
 
Man könnte das auch so übersetzen:
8So spricht der Heilige Geist über das Konklave: Zur Zeit der Gnade will ich dich erhören, am Tag der Rettung dir helfen.
 
Ich habe dich Papst Franziskus geschaffen und dazu bestimmt, der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem Land und das verödete Erbe der Kirche neu zu verteilen, 9den Gefangenen im Materialismus zu sagen: Kommt heraus!, und denen, die in der Finsternis der Gottferne sind: Kommt ans Licht! 10Auf allen Bergen werden sie weiden, auf allen kahlen Hügeln finden sie Nahrung. Sie leiden weder Hunger noch Durst, Hitze und Sonnenglut schaden ihnen nicht. Denn Papst Franziskus leitet sie voll Erbarmen und führt sie zu sprudelnden Quellen des Glaubens.
 
Und vom Himmel her beglaubigt wird die Wahl durch die Worte des Tagesevangeliums (vgl. hier):
In jener Zeit17entgegnete Jesus den Juden: Mein Vater ist noch immer am Werk, und auch ich bin am Werk. (Joh 5,17)
 
Und daran knüpft sich die Verheißung im selben Text weiter unten:
 
24Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen. (Joh 5,24).
 
 
 
Hallo Freunde,

wir leben in spannenden Zeiten; besonders, wenn man sich das Zitat aus Joel in der Pfingstpredigt des Petrus vor Augen hält: "Ich werde Wunder erscheinen lassen droben am Himmel und Zeichen unten auf der Erde." Apg 2,19

Zu den Wundern am Himmel werde ich in Kürze etwas schreiben, denn es kommen dieses Jahr, für alle sichtbar, 2 Kometen an der Erde vorbei.

Jetzt zu den Zeichen der Zeit:

Der Rücktritt unseres Papstes ist eng verbunden mit der Zahl 112:

1. Gründung des Vatikans durch den Lateranvertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und Italien am

11.2.1929

2. Rücktrittserklärung des Papstes am

11.2.2013
 
Hat der Papst bewußt dieses Datum gewählt, um damit auf die Papstvoraussagen des Heiligen Malachias aufmerksam zu machen? Malachias sah in einer Vision alle Päpste bis zur Wiederkehr Christi. Insgesamt
 
112
 
 
Päpste. Benedikt XVI. ist der 111. Papst in dieser Reihe. D.h. nach ihm kommt gemäß der Vision der letzte Papst und er flieht über Leichen aus der zerstörten Stadt.
 
 
Verfolgt man diese Zahl weiter, so ergibt sich daraus ein Aufruf zum Gebet (um das Schlimmste zu verhindern?!):
 
Lukas 11,2
 
 
"Wenn ihr betet so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt, Dein Reich komme."
 
Und wirft man einen Blick in die Offenbarung, so findet man folgendes:
 
Offenbarung 11,2
 
"...Sie werden die Stadt zertreten, 42 Monate lang."
 
Und in der Umkehrung der Zahl Offenbarung 2,11:
 
"Wer Ohren hat der höre, was der Geist den Gemeinden sagt..."
 
Und der große Endzeitprophet Daniel verkündet in Kapitel 11,2:
 
"Und jetzt will ich dir die Wahrheit mitteilen..."
 
 


Samstag, 12. Januar 2013

Liebe Freunde,

ab sofort könnt ihr über www. amazon.de hier klicken meine Erzählung "Barthimaeus" auch als gedrucktes BUCH bestellen. Eignet sich prima als kleines Geschenk, Mitbringsel etc.



Viel Freude beim Lesen!

Dienstag, 1. Januar 2013

Soeben bei amazon kindle erschienen:

Meine leise Erzählung über Barthimäus. Etwas zum Nachdenken und weitergeben.

Link zum ebook

Euch allen ein Gutes Neues Jahr 2013!

Hier eine kleine Leseprobe:


Ich liebe diese Farben.

O, ja, wunderschön. Wie das Tor zum Himmel.

Wie könnt Ihr das sagen, Meister? Ihr seht doch gar nichts.

Der Meister und der Schüler stehen am Rande eines steil abfallenden Berges. Vor ihnen, am Horizont, verströmt sich das Leben der Sonne in den Farben des Abendrots.

Meister Ha Ajin deutet auf sein Herz.

Doch hier drin.

Ist das der Grund warum Ihr das Tuch tragt?

Damit das Herz sieht? ...Vielleicht.

Soll ich es auch tragen?

Nein! Das darfst du nicht! Du hast keinen Grund dazu, sagt er entschieden. Seine Stimme duldet kein Widerwort.

Ha Ajin ist hebräisch und heißt: Ajin, das Auge. Und darin offenbart sich ein gewisser Widerspruch, sind es doch seine Augen, die von einer breiten schwarzen Binde verdeckt sind, und die der Schüler meinte. Tobias sieht den alten Mann an. Drei Jahre ist er nun schon bei ihm und seither hat er ihn noch nie ohne Binde gesehen. Dabei kann der Meister sehen. Das wissen alle.

Meister?

Ja, Tobias?

Erzählt mir von ihm....

Dienstag, 25. Dezember 2012

Jesus liebt mich
Von Franziskus v. Ritter-Groenesteyn
Kann man diesen Film empfehlen? Sollte man diesen Film gesehen haben? Was wird man erleben: Ein theologisches Zerrbild oder eine Herzenserhebung hin zu Gott? Entscheidend ist die Botschaft!
Um die zu verstehen, muss man einen Blick auf die Handlung des Filmes werfen. Das Drehbuch zum Film basiert übrigens auf dem gleichnamigen Roman „ Jesus liebt mich“ von David Safier.
Marie (Jessica Schwarz) eine junge, hübsche agnostische Frau braucht ein wenig Ordnung in ihrem chaotischen Leben. Doch sie verliebt sich in den Falschen. Jesuah (Florian David Fitz) sieht echt gut aus, ist sehr sympathisch aber irgendwie von einer anderen Welt. Seinen Auftrag kennt Pfarrer Gabriel (Henry Hübchen) sehr gut:
„Herr ist es soweit?“
„Ja, nächste Woche, Dienstag.“
Das Ende der Welt steht bevor. Wie haben sich die Menschen seit damals entwickelt? „Die haben nichts dazu gelernt, Herr“, sagt Gabriel leicht resigniert. Jesuah will sich selbst davon überzeugen und trifft dabei auf Marie. Und Marie wird Zeuge vieler merkwürdiger Dinge. Etwa die Fußwaschung eines Obdachlosen in einem Restaurant, sehr zum Ärger des ohnehin schlecht gelaunten Kellners. Oder ein Rocker, der sich in Jesuahs Schoss ausheult. Auch Marie erfährt Jesuah auf tiefe Weise. Sie schüttet ihr Herz vor ihm aus, kann es selber kaum fassen:
„Hab ich das wirklich laut gesagt?
Mein Gott ich kenne dich doch kaum.“
„Ich weiß“, sagt Jesuah, „ich habe diese Wirkung auf Menschen.“
Und dann verliebt sie sich in ihn. Doch um welchen Preis kann sie diese Liebe halten?
Spätestens nach der ersten Viertelstunde ist die Botschaft klar. Sie heißt: Liebe und Versöhnung!
Davon ist der Film getragen, das ist seine Message. Produzent Nico Hofmann: „ Der Originalroman hat für mich eine sehr schöne Erlösungsphantasie: nämlich den Glauben an die große Liebe und den Wunsch nach Versöhnung.“ Darauf sollte man sich also konzentrieren und darauf, wer die Zielgruppe ist. Thomas Peter Friedl, der Produzent:„Jesus ist ja ein sehr universelles Thema und dementsprechend breit ist die Zielgruppe.“ Die breite Zielgruppe von heute ist so agnostisch wie Marie. Theologische Verzerrungen werden da nicht sonderlich wahrgenommen. Was aber ins Herz geht, das ist die Botschaft der Liebe und des Verzichts aus Liebe, die den ganzen Film durchwirkt. Und diese Botschaft kann den Zuschauer ganz gewiss zu Gott führen, gemäß dem Motto, Gott schreibt auch auf krummen Wegen gerade.
Ist es wirklich so störend, das Jesuah hier nicht allwissend ist, dass Gabriel aus Liebe zu einer Frau den Himmel aufgegeben hat, dass Gott Vater sich noch um andere Welten zu kümmern hat und deswegen wenig Zeit für die Erde hat, dass leibliche Freuden gebilligt werden? Dies alles wird hier mit viel Humor und einem Augenzwinkern rübergebracht.
Und dann kann man sich noch auf Schnitzeljagd begeben. Jesus Darsteller und Regisseur Fitz: „ Natürlich hat es uns auch Spaß gemacht bekannte Bilder (Ikonographie) im Film zu verstecken.“ So etwa trägt Jesuah einen Heiligenschein. Doch wo und wann und wie, da muss man schon genau hinsehen, um ihn zu entdecken und die vielen anderen netten Details..
Jeder mag also selber urteilen. Auf jeden Fall hat dieser Film eine Chance verdient, ganz gemäß dem Rat des Hl. Paulus: „Prüft alles und behaltet das Gute.“ 1 Thess 5, 21.

Dienstag, 27. November 2012

Omammia - Diesen Film solltet ihr euch nicht entgehen lassen.
Hier gehts zur Rezension:

http://www.kath.net/detail.php?id=39067

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Franziskus von Ritter-Groenesteyn: IM EINKLANG MIT DEM URKLANG – EINTAUCHEN IN DAS GE...

Franziskus von Ritter-Groenesteyn: IM EINKLANG MIT DEM URKLANG – EINTAUCHEN IN DAS GE...: IM EINKLANG MIT DEM URKLANG – EINTAUCHEN IN DAS GEHEIMNIS DER EUCHARISTIE Mein Erfahrungsbericht vom Eucharistischen Workshop in der B...

IM EINKLANG MIT DEM URKLANG – EINTAUCHEN IN DAS GEHEIMNIS DER EUCHARISTIE


IM EINKLANG MIT DEM URKLANG – EINTAUCHEN IN DAS GEHEIMNIS DER EUCHARISTIE
Mein Erfahrungsbericht vom Eucharistischen Workshop in der Benediktinerabtei Fiecht i. Tirol
vom 19. bis 21. Oktober 2012


Das Trommeln zwanzig wild gewordener Krieger durchzieht die ehrwürdigen Gänge der alten Benediktinerabtei Fiecht zu Füßen des mystischen Georgenbergs. Ist Afrika über Tirol hereingebrochen? Fast möchte e so scheinen. Die animistisch anmutenden Exponate aus den benediktinischen Missionsgebieten in den weiten Hallen des Klosters legen diese Vermutung nahe. Doch der Eindruck täuscht.

Rumtatatam, rumtatatam, rumtatatam. Es sind zwanzig Teilnehmer eines eucharistischen Workshops, die voller Leidenschaft und Hingabe auf zwanzig Umzugkartons einschlagen. Sie trommeln im rhythmischen Gleichklang, synchron im Takt jenes Mannes, der sie dirigiert, wie sonst seine Orchester.
Seminarleiter Peter Jan Marthé weiß, was er tut: „Hier geht es um das hautnahe Erleben eines orchestralen Flows, der das exklusive Markenzeichen eines jeden Spitzenorchesters ist. Diesen Flow, diesen überwältigenden Einklang des Geistes müssen wir in den Herzen der Menschen wieder neu entzünden“.

Damit spricht er Papst Benedikt XVI. aus dem Herzen: „Wir müssen unser Herz zum Herrn erheben, nicht nur als rituelle Antwort, sondern als Ausdruck von allem, was in diesem Herzen vor sich geht, das in die Höhe strebt und auch die anderen nach oben zieht.“

Gemeinsam „Eucharistie“ zu feiern sei nichts anderes, als der überwältigenden Freude freien Lauf zu lassen angesichts der erspürten Präsenz Gottes in seiner Schöpfung. Das daraus resultierende Gefühl unermesslicher Dankbarkeit in den Herzen der Menschen lebendig werden zu lassen, das ist es, was Marthé antreibt und bewegt. Und er, der ehemalige Seminarist, jetzt Dirigent und Komponist mit großer Menschenkenntnis ist dafür prädestiniert. Eigens eine Messe, die „erdwärtsmesse“, hat er zu diesem Zweck komponiert und gleich auch noch ein heiß diskutiertes Buch zum Thema „Die heilige Messe – kultisch, szenisch, sinnlich, mystisch“ herausgegeben. Der Workshop ist ein Geheimtipp. Kaum steht ein Termin dafür fest, ist er auch schon ausgebucht. Und es finden sich dort oft jene Menschen ein, die der Kirche schon vor Jahren den Rücken gekehrt haben, weil die Priester, die sie eigentlich führen sollten, ihnen nichts zu sagen hatten.

Im Workshop eröffnet ihnen Marthé eine neue Perspektive auf die Botschaft Jesu. In den Texten und Kompositionen der „erdwärtsmesse“ hat er versucht, die Botschaft greifbar, erfahrbar zu machen. Papst Benedikt XVI.: „ Die heilige Liturgie schenkt uns die Worte; wir müssen in diese Worte eintreten, den Einklang mit dieser Wirklichkeit finden, die uns vorausgeht.“
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Marthé haut kraftvoll auf den großen Gong, der Saal vibriert. Er bringt uns die einzelnen Elemente seines Werkes näher, versetzt uns mit seiner Begeisterung und seinem Wissen selbst in Schwingung:

„Aus der Physik wissen wir, alles im Universum tönt, ist in Schwingung. Die ganze Schöpfung ist in Schwingung und ständiger Bewegung. Angefangen bei den Protonen, bis hin zu ganzen Planeten.
>Im Anfang war das Wort<, heißt es bei Johannes in der Einheitsübersetzung. >Logos< im Griechischen. Doch Logos ist vielmehr als nur >Das Wort<. Neshama nennen es die Juden und meinen damit den Hauch Gottes, der das Wort erst beseelt. Eine unaussprechliche Schwingung. Eine treffendere Übersetzung für Logos wäre daher >Urklang<“, sagt Marthé.

Marthé weiß wovon er spricht. Sein Mentor und Lehrmeister, Sergiu Celibidache, schickte ihn einst nach Indien, die traditionelle Kunst des Tonings zu erlernen. Das Tönen nur eines einzigen Tons. Vierzig Minuten lang. Jeden Tag von vier Uhr morgens an. Und dies über mehrere Monate hinweg. Das war der Einstieg in das Musikstudium auf indische Art. „Da wirst du entweder verrückt oder du machst einen Quantensprung“, erinnert sich der Maestro. In Fiecht dürfen auch wir uns darin üben, volle fünf Minuten lang und sie lassen bereits erahnen, was er meint. Durch seine Ausbildung bei einem indischen Klangmeister hat er gelernt die Seele eines einzigen Tons zu verstehen und sein Wesen zu erkennen, wie er im Urton die ganze Schöpfung durchströmt. Später wird Abt Anselm Zeller OSB sagen, er habe im Vorbeigehen „die Engel singen gehört“.

Und, wir, die wir gleich Engeln singen, erfahren hier das, was unser Papst so ausdrückt: „In dem Maße, in dem wir diese Struktur verinnerlicht, sie verstanden und die Worte der Liturgie in uns aufgenommen haben, können wir eintreten in diesen inneren Einklang und daher nicht nur als Einzelpersonen mit Gott sprechen, sondern in das "Wir" der betenden Kirche eintreten. Und auf diese Weise können wir auch unser "Ich" verwandeln, indem wir in das "Wir" der Kirche eintreten, dieses "Ich" reicher und weiter machen, mit der Kirche, mit den Worten der Kirche beten und so wirklich im Gespräch mit Gott stehen.“

Die fallweise zu hörende Kritik an der „erdwärtsmesse“, die man immer wieder mal aus den eigenen Reihen vernehmen kann, sie sei nicht katholisch ist unberechtigt. „Erdwärts“ steht hier nicht für eine naturgeisthafte Ausrichtung nach unten, sondern für einen Blick von der Erde aus hinauf in den Himmel: Denn von dort her kommt in den liturgischen kraftvollen Gesängen der Himmel in seiner ganzen Fülle herab auf die Erde, eben erdwärts, um sich dort mit der irdischen Liturgie zu vereinen. Damit steht der Geist der „erdwärtsmesse“ ganz auf dem Boden kirchlichen Lehramts. So steht schon im Katechismus zu lesen: 1090 „In der irdischen Liturgie nehmen wir vorauskostend an jener himmlischen teil“. Die „erdwärtsmesse“ Youtube Video hinterlässt in uns einen ersten Geschmack jener Himmlischen.

Die erdwärtsmesse ist auch keine zeitgeistliche Neuerfindung der Liturgie. Alle Elemente einer vollgültigen Heiligen Messe sind da: Präfation, Sanktus, Epiklese, Einsetzungsbericht, Akklamation, Anamnese und Kommunio. Und Pfarrer Joseph Götzmann, Krankenhausseelsorger und ausgebildeter Psychotherapeut, versteht es in seinen Worten und durch die kraftvollen Gesänge bewirkte Offenheit das Volk Gottes mit hineinzunehmen in das Mysterium der Messfeier des Corpus Christi. Er tut damit das, was das kirchliche Oberhaupt von seinen Priestern erwartet: „Gott spricht mit uns, und wir sprechen mit Gott. Daher ist die erste Voraussetzung für eine gute liturgische Feier die, dass der Priester wirklich in dieses Gespräch eintritt.“ Später wird Maria, eine der Teilnehmerinnen, sagen, sie habe beim Evangelium „zum ersten Mal so richtig hingehört und verstanden.“

Damit auch das Volk effektiv mit Gott sprechen kann, ist es notwendig, den eigentlichen Kern von Eucharistie zu verstehen, ist Marthé überzeugt: „In der „erdwärtsmesse“ geschieht eine Rückbesinnung auf die Gründungscharismen der Messfeier in ihren Anfängen im Urchristentum.
Die Feier der Heiligen Messe, war bei den Urchristen viel mehr als nur eine reine Gedächtnisfeier. Sie war eine Initiation, eine Feier der Auferstehung und Danksagung in der unsere eigene Wandlung geschehen soll. Schauen sie sich das Fresko in den Domitilla Katakomben an oder das Deckengemälde in der Kallixtus Katakombe, beides in Rom. Sie stammen aus dem zweiten und dritten Jahrhundert. Es sind alles Bilder einer Einweihung in das Mysterium der Auferstehung. Orpheus! in der Mitte, darum angeordnet vier Bilder aus dem alten Testament: Mose, der an den Fels schlägt, David mit seiner Laute, Daniel in der Löwengrube und die Auferweckung des Lazarus.“

Und er fügt hinzu, „Aus der Physik wissen wir, dass keine Energie verloren geht. Sie geht lediglich von einem Zustand in einen anderen über: Sie wandelt sich. Das ganze Wirken Jesu ist darauf hin ausgerichtet. Seine Wunder sind Werke der Wandlung: Wasser in Wein, Wein in Blut, Blinde zum Sehen, Lahme zum Gehen, Tote zum Leben. Das alles sind Aspekte von Wandlung. Gleichzeitig sagt er uns, wir müssen neu geboren werden aus Wasser und Geist, heißt, wir sollen eine innere Wandlung vollziehen. Und als Zeichen seiner Liebe gibt er uns in seiner vollendeten Hingabe und sichtbar gewordenen Auferstehung vom Tod selbst das Beispiel dafür.“

Peter Jan Marthé ist es wichtig, dass die Menschen begreifen, worum es bei der Feier der Eucharistie geht. Wir sollen „im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut“ werden (vgl. Eph 2, 22). „Seine Herrlichkeit wohne in unserem Land“ (vgl. Ps 85, 10). Deshalb führt er Menschen, die diese Sehnsucht in sich tragen, in kleinen Seminaren Schritt für Schritt durch die acht Räume seiner Kathedrale der Klänge hin zur Begegnung mit Gott, in der Wandlung geschieht.

Die wahre Danksagung an Gott muss ihren Sitz in unserem Herzen haben. Eucharistie ist letztlich ein Ort der von Herzen kommenden Danksagung an Gott für seine Liebe zu uns. Und in dieser Haltung des Dankens steigt Gott in seiner ganzen Fülle herab in seinen irdischen Tempel, der wir sind (vgl. 2 kor 6, 16) und verwandelt uns, verwandelt unser Herz und haucht uns einen Geist ein, der lebendig macht.

Und das ist es, was jeder, der einmal an der Erdwärtsmesse teilgenommen hat, verspürt: Diese Lebendigkeit, die uns da plötzlich von innen heraus durchströmt und unseren Geist mit neuer Kraft beseelt. „ Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch“ (Ez 36, 26). Hier wird dieser Satz lebendig. ein weiteres Video aus Graz

Marthé unterteilt nämlich die Feier der Eucharistie in Anbindung an das Urchristentum in acht Räume ohne dabei den Aufbau der liturgischen Feier zu verlassen. Im Gegenteil, durch seine acht Räume sorgt er für Klarheit und Verständnis. „Der erste Raum, der Einzug, ist der wichtigste.“ Im Betreten, im Überschreiten der Schwelle, liegt die Entscheidung des sich darauf Einlassens, was dann geschieht. Wer sich nicht dafür entscheidet, wer also nur aus Gewohnheit in die Kirche geht, oder um anderen zu gefallen, der hat zwar physisch eine Kirche betreten, aber im Geiste steht er immer noch davor und entzieht sich so, dem was Gott in der Feier schenken möchte. Oder wie Marthé es ausdrückt: „So einer steckt noch im tiefsten Heidentum.“

Im Kyrie, dem zweiten Raum, geht es darum im Vertrauen auf die Liebe Gottes einen ehrlichen Blick auf sich selber zuzulassen und sich so anzunehmen, wie man ist, ein Mensch voller Schwächen und Fehler. Marthé: „Nichts für schwache Nerven.“ Ist diese Tal einmal durchschritten werden wir fähig zu echter Freude: Der Raum des Gloria. Jetzt sind wir bereit und offen im vierten Raum Gott in seinem Wort zu hören. Es ermutigt uns, den Raum der Hingabe zu betreten, uns selbst als Opfergabe darzubringen. Papst Benedikt XVI. in einer Ansprache an die Priester: „Und auf diese Weise können wir auch unser "Ich" verwandeln, indem wir in das "Wir" der Kirche eintreten“. Und in den Konzilstexten heißt es dazu: „„In der Liturgie, besonders im heiligen Opfer der Eucharistie, vollzieht sich das Werk unserer Erlösung.“

Der erste Schritt zur Wandlung geschieht im sechsten Raum, dem Raum des Staunens, dem Sanctus. Wir erinnern uns, was der Papst sagte: „Wir müssen unser Herz zum Herrn erheben, nicht nur als rituelle Antwort, sondern als Ausdruck von allem, was in diesem Herzen vor sich geht, das in die Höhe strebt und auch die anderen nach oben zieht.“ Das ist es, was in diesem Raum geschieht. Sursum Corda! Empor die Herzen! Und dann vollzieht sich die Begegnung zwischen Gott und Mensch im siebten Raum, dem Raum der Communio. „Herr bleib bei uns mit deiner Kraft, die in uns Mut und Hoffnung schafft.“ Mit diesem Schlussrefrain endet die Erdwärtsmesse und drückt zugleich aus, dass man das, was man hier so erfahren durfte, nicht mehr missen möchte. „Ich fühle plötzlich eine Sehnsucht nach Gott in mir, die ich viele Jahre verdrängt hatte. Ich wollte es erst nicht zulassen. Aber dann sind die Tränen geflossen. Ich will jetzt mehr von dieser Liebe erfahren“, sagt Maria, die schon vor Jahren aus der Kirche ausgetreten ist, weil die Gottesdienste so leblos und farblos waren. Hier sind sie eingebettet in einen kraftvollen, energiegeladenen Klangteppich aus Tönen. Töne, Urtöne, die ihre Resonanz wiederfinden in der vollständigen Öffnung des Geistes der teilnehmenden Gläubigen. So gestärkt stehen wir wieder an der Schwelle zur Welt im achten Raum der Ermutigung, das Erlebte hinaus zutragen und der Welt zu verkünden: Ite missa est! Geht jetzt hinaus, ausgestattet mit einem Auftrag! Oder mit den Worten von Marthé: „Geht und macht was draus!“

Der Termin für den nächsten Eucharistischen Workshop in Fiecht steht seit kurzem fest: 1. bis 3. März 2013.

Mittwoch, 21. März 2012

Lest das Buch!

Auch wenn das Buch nicht von mir ist, der Artikel ist es. Und das Buch ist lesenswert:

Promis über den Papst